Aktualisiert 27.10.2009 11:48

Benimm-RegelnDFB reagiert auf «Balljungen-Affäre»

Mit seinem fiesen Ballwurf brachte Aaron Schulz Stuttgart-Goalie Jens Lehmann auf die Palme. Bestraft wird der Balljunge für seine freche Aktion allerdings nicht. Der DFB hat aber angekündigt, ein Info-Blatt über das Verhalten von Balljungen an alle Klubs zu senden.

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Ein Balljunge veräppelte Stuttgart-Goalie Jens Lehmann im Spiel gegen Hannover 96. (Quelle: Youtube)

Gross war der Ärger bei Jens Lehmann über den kleinen Balljungen von Hannover 96, der ihm den Ball nicht wie gewünscht zuspielte. Anstatt ihm den Ball in die Hände zu werfen, lobte der Lausbub die Kugel über den verdutzten Torwart hinweg. Lehmann beschimpfte den Übeltäter umgehend und tobte auch nach dem Spiel noch: «Ich finde es schlimm, dass Balljungen auf so etwas geschult werden. Selbst die Balljungen sind Betrüger.» Doch der 39-Jährige fand mit seiner verständlichen Wutrede bei Fans und Experten kein Gehör. Nur der Schiedsrichter war auf Lehmanns Seite und protokollierte die «Balljungen-Affäre» als unsportliches Verhalten.

DFB veröffentlicht Benimm-Regeln

Dennoch muss der freche Balljunge Aron Schulz keine Konsequenzen fürchten. Der 14-Jährige wird aller Voraussicht nach nicht bestraft und es soll auch kein Verfahren gegen den Klub eröffnet werden. Der DFB will aber in den kommenden Tagen neue Benimm-Regeln veröffentlichen, wie sich die Balljungen zukünftig verhalten müssen.

Doch was wird auf diesem Info-Blatt stehen? Wohl nicht viel mehr als im inoffiziellen Verhaltenskodex, in dem die Balljungen angewiesen werden, nicht ins Spielgeschehen einzugreifen, objektiv zu sein und Heim- und Gastmannschaft gleich zu behandeln. Dennoch begrüssen die Klubs die neuen Benimm-Regeln. Denn in den kommenden Wochen stehen die Balljungen wohl stärker unter Beobachtung denn je. Eine einheitliche Regelung kann also nur von Vorteil sein.

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