Aktualisiert 07.01.2008 14:28

DFB verklagt Ex-Schiri Hoyzer auf 1,8 Millionen Euro

Der wegen des Wett- und Manipulationsskandals verurteilte frühere Fussballschiedsrichter Robert Hoyzer muss sich ab Mittwoch erneut vor Gericht verantworten.

Kläger im Schadenersatzprozess vor dem Berliner Landgericht ist der Deutsche Fussball-Bund (DFB). Der Sportverband fordert von dem 28-Jährigen rund 1,8 Millionen Euro.

Hoyzer war wegen Beihilfe zum Betrug zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt worden. Er hatte gestanden, gegen Geld und Sachleistungen Spiele verschoben zu haben.

Den grössten Teil der Klageforderung macht mit 1,5 Millionen Euro eine Ausgleichszahlung des DFB an den Hamburger SV aus, mit dem der Verband dem Verein entgangene Einnahmen im Pokalwettbewerb ersetzte. Der HSV hatte am 21. August 2004 die von Hoyzer manipulierte Begegnung der ersten DFB-Pokal-Runde der Saison 2004/2005 beim SC Paderborn mit 2:4 verloren und war damit aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Hinzu kommen zu Unrecht erhaltene Schiedsrichter-Honorare, Verfahrenskosten und Aufwendungen für den durch den Wettskandal notwendig gewordenen ausserordentlichen DFB-Bundestag.

Ende März 2007 hatte ein Vergleich ergeben, dass der als Drahtzieher des Fussball-Wettskandals um Hoyzer verurteilte Ante Sapina 1,8 Millionen Euro Schadenersatz an die Deutsche Klassenlotterie zahlen muss. (dapd)

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