Aktualisiert 23.07.2018 16:23

Statement des VerbandsDFB weist Rassismus-Vorwürfe von Özil zurück

Der Deutsche Fussball-Bund reagiert auf die Abrechnung des zurückgetretenen Mesut Özil.

1 / 24
13. MaiAm Tag vor der Nominierung des vorläufigen WM-Kaders tauchen Fotos auf, die die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan in London mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan zeigen. Gündogan schreibt auf sein Trikot-Geschenk: «Für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll.»

13. MaiAm Tag vor der Nominierung des vorläufigen WM-Kaders tauchen Fotos auf, die die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan in London mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan zeigen. Gündogan schreibt auf sein Trikot-Geschenk: «Für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll.»

Twitter
Auch Özil überreicht Erdogan ein Trikot.

Auch Özil überreicht Erdogan ein Trikot.

Twitter
14. MaiDer DFB reagiert pikiert, Präsident Reinhard Grindel sagt, das Duo habe sich für Erdogans «Wahlkampfmanöver missbrauchen» lassen. Gündogan erklärt via Instagram: «Es war nicht unsere Absicht, mit diesem Bild ein politisches Statement abzugeben.»

14. MaiDer DFB reagiert pikiert, Präsident Reinhard Grindel sagt, das Duo habe sich für Erdogans «Wahlkampfmanöver missbrauchen» lassen. Gündogan erklärt via Instagram: «Es war nicht unsere Absicht, mit diesem Bild ein politisches Statement abzugeben.»

jan Hetfleisch

Der Deutsche Fussball-Bund (DFB) hat den Rücktritt von Mesut Özil aus der deutschen Nationalmannschaft bedauert und sich gegen dessen Anschuldigungen, die in erster Linie auf Präsident Reinhard Grindel abzielten, zur Wehr gesetzt. «Dass der DFB mit Rassismus in Verbindung gebracht wird, weisen wir (...) in aller Deutlichkeit zurück», heisst es in einer Stellungnahme (siehe unten). Der DFB hätte sich «gefreut, wenn Özil (...) weiter Teil des Teams hätte sein wollen». Der Verband «bedauert den Abschied» Özils und will seine «erfolgreiche Integrationsarbeit weiter konsequent und aus tiefer Überzeugung» fortsetzen.

Vorausgegangen war eine Telefonkonferenz des Präsidiums mit dem im Urlaub weilenden Grindel an der Spitze. Der Verband bedankte sich bei Özil für dessen Einsatz, dafür, dass er eine Ära mitgeprägt habe, auf und gerade auch neben dem Platz. «Er hatte entscheidenden Anteil daran, dass Deutschland 2014 in Brasilien Weltmeister geworden ist.» Der DFB betonte aber auch: «Es gehört für uns als Verband auch zum respektvollen Umgang mit einem verdienten Nationalspieler, dass wir manche für uns in Ton und Inhalt nicht nachvollziehbare Aussage in der Öffentlichkeit unkommentiert lassen.»

Grindel war von Özil in dessen Rücktrittserklärung am Sonntag massiv angegangen worden. Der 29-Jährige warf dem Funktionär Rassismus vor. Aus der Politik gab es erste Stimmen, die auch Grindel zum Rücktritt aufforderten.

(20 Minuten)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.