Dianas Kinder müssen aussagen

Aktualisiert

Dianas Kinder müssen aussagen

Ein britisches Geschworenengericht beginnt heute mit den Ermittlungen zu den Umständen des Todes von Prinzessin Diana vor zehn Jahren. Auch William und Harry müssen ihre Aussage abgeben.

Die Untersuchung dürfte ein halbes Jahr dauern und wird knapp 24 Millionen Franken verschlingen. Für die Prinzen William und Harry ist der Termin ein Meilenstein. «Sie sind sich bewusst, dass die nächsten Monate schmerzhaft für sie werden. Sie haben sich vor dieser Untersuchung gescheut», sagte ein Insider dem britischen Boulevardblatt «The Sun».

Harry und William wollen einen Schlussstrich

«Diana war Eigentum der Öffentlichkeit. Aber für William und Harry war sie eine Mutter und sie vermissen sie sehr. Sie hoffen, dass ein Schlussstrich unter die seltsamen Spekulationen über ihren Tod gezogen wird», zitiert die «Sun». Damit sie nicht selbst vor den Kadi treten müssen, schicken die Prinzen ihren Sekretär vor. Der 46-jährige Major Jamie Lowther-Pinkerton ist ein früherer Elitesoldat und nimmt in ihrem Namen an der Untersuchung teil.

Polizeilichen Ermittlungen in Grossbritannien und Frankreich zufolge handelte es sich bei Dianas Tod um einen Unfall. Der Fahrer des Wagens, in dem Diana und ihr Begleiter Dodi al Fayed sassen, war betrunken. Doch Dodis Vater Mohamed al Fayed glaubt weiter an eine Verschwörung, an dem das britische Königshaus beteiligt gewesen sei. Seine Anwälte nehmen an der neuen gerichtlichen Untersuchung teil.

Die Arbeit der Ermittler

Die Untersuchung der Todesursache ist im britischen Recht vorgeschrieben, wenn es sich um einen gewaltsamen, unnatürlichen oder plötzlichen Tod unbekannter Ursache handelt. Die britische Justiz zögerte dies hinaus, bis der Fall für die Behörden in Frankreich endgültig abgeschlossen war. Im Januar 2004 nahm der königliche Untersuchungsrichter Michael Burgess seine Arbeit auf. Ein von ihm beauftragter Ermittler kam im Dezember zu dem Schluss, dass es keine Verschwörung gegeben habe.

Der Wagen Dianas prallte am 31. August 1997 mit hoher Geschwindigkeit im Alma-Tunnel gegen einen Betonpfeiler. Dabei kamen die geschiedene Frau von Prinz Charles, Dodi al Fayed sowie der Fahrer Henri Paul ums Leben. (dapd)

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