Südamerikaner prägen FCB: Diaz und Sauro setzen die Tradition fort
Aktualisiert

Südamerikaner prägen FCBDiaz und Sauro setzen die Tradition fort

Marcelo Diaz hat das Zeug, ein zweiter Matias Delgado zu werden. Zusammen mit dem Argentinier Gastón Sauro debütierte der Chilene für den FCB.

von
Eva Tedesco

Südamerikaner haben den FCB im letzten Jahrzehnt geprägt und waren massgeblich an den Erfolgen der Bebbi beteiligt. Sauro (22) ist der elfte Argentinier in einer langen Liste von Spielern aus Latein­amerika und gab am Dienstag beim 2:0-Sieg in der Champions-League-Quali gegen Flora Tallinn seine Pflichtspielpremiere. Diaz (25) hiess der zweite Debütant. Er ist ebenfalls Südamerikaner, aber der erste aus Chile, der beim FCB unter Vertrag steht.

«Mein Problemlöser», nennt FCB-Trainer Heiko Vogel den nur 1,66 Meter grossen Spielmacher Diaz, weil dieser stets anspielbar ist und Krea­tivität ins Mittelfeld bringt. Wollte man den Worten des Pfälzers zuvor noch nicht so recht Glauben schenken, spätestens nach 90 Minuten in Tallinn war es offensichtlich, was der Basler Coach meinte. Der Chilene zeigte einen eindrücklichen Einstand und machte deutlich, warum der FCB 4,5 Millionen Franken lockermachte. Vogel: «Ich glaube, Diaz hat für alle sichtbar gezeigt, was wir erwartet haben. Er hat die ­Dominanz in unser Spiel gebracht.»

Während Abwehrspieler Sauro von den offensiv harmlosen Esten nicht gefordert wurde und auch nicht zeigen konnte, was er draufhat, war Diaz im Mittelfeld omnipräsent und liess immer wieder seine Klasse aufblitzen. Hätte es TV-Bilder aus Tallinn gegeben, wären wohl bei vielen FCB-Fans Erinnerungen an Matias Delgado wach geworden. Jenem Gaucho, der von 2003 bis 2006 magistral Regie im rotblauen Mittelfeld geführt und die Herzen der Fans im Sturm erobert hat. Delgado blieb unvergessen.

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