Aktualisiert 19.05.2007 19:05

DiCaprio wettert gegen Bush

Der Klimawandel beschäftigt auch die Filmfestspiele in Cannes. Dafür sorgte der US-Schauspieler Leonardo DiCaprio, der den Film «The 11th Hour» zur Aufführung brachte.

Der 32-Jährige wirkte am Script und an der Produktion des Dokumentarstücks mit und ist auch der Erzähler der Originalfassung. Er habe sich angesichts der gewaltigen Klimaprobleme auf der Erde eben gefragt, wie er selbst zu einer Verbesserung der Situation beitragen könnte, sagte DiCaprio am Samstag vor Journalisten am Strand von Cannes.

Angeregt zu seinem Engagement hat ihn nach eigenen Angaben der frühere US-Vizepräsident Al Gore. Dieser habe ihn schon vor zehn Jahren auf die drohende Klimakatastrophe hingewiesen, doch habe er (DiCaprio) diesen Argumenten damals noch nicht folgen können. Inzwischen sehe er sich jedoch voll auf der Seite von Gore. Dessen Dokumentarfilm «An Inconvenient Truth» (Eine unbequeme Wahrheit) wurde in diesem Jahr mit einem Oscar ausgezeichnet.

DiCaprio hat auch eine eigene Umweltstiftung ins Leben gerufen. Kritische Worte hatte der Hollywood-Star für US-Präsident George W. Bush übrig. Dieser habe nur «sehr wenig» für die Umwelt getan.

Der Film «The 11th Hour» versucht nicht mehr zu beweisen, dass sich die Erde dramatisch erwärmt, sondern er setzt dies als Tatsache voraus. Zu Wort kommen Visionäre wie der britische Physiker Stephen Hawking und der frühere sowjetische Präsident Michail Gorbatschow. Sie alle erklären, welchen Schaden der Mensch der Umwelt zufüge und auf welche Weise jeder einzelne zu einer Abwendung der Katastrophe beitragen könnte.

DiCaprio will nach eigenen Angaben noch weitere Filme zu diesem Thema drehen - am liebsten auch einen dramatischen Spielfilm. Es reiche nicht aus, nur in Dokumentationen über die Umwelt zu reden, betonte er. Ein Film darüber «muss einfach packend und mitreissend sein, er muss gut sein». (dapd)

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