Aktualisiert 04.08.2004 22:32

Daniel Wallace - «Die Nacht der Wassermelonen»Dick aufgetragen

Dieses Buch ist für all diejenigen, denen der Film «Big Fish» noch nicht genügt hat. Hier kommt nämlich Nachschub von Daniel Wallace, dem Schriftsteller, der die Vorlage für den Kultstreifen geliefert hat.

«Die Nacht der Wassermelonen» handelt von einem kleinen Kaff irgendwo im amerikanischen Niemandsland zwischen Ost und West. In diesem Kaff wachsen keine Wassermelonen mehr, seit das Fruchtbarkeitsfest zu deren Ehren nicht mehr gefeiert wird. Schuld daran ist Lucy Rider. «Sie war eine von denen, die ein Lächeln aufsetzen und alles kriegen, was sie wollen.» Sie sabotierte das Fest und stürzte das Städtchen ins Unglück.

18 Jahre später kommt Tom, ihr Sohn, dorthin zurück, um nach seiner Herkunft zu suchen. Nun nimmt das Schicksal seinen Lauf und mündet in der Nacht der Wassermelonen. Wallace tischt hier genauso dick auf wie in «Big Fish». Er fabuliert und fantasiert eine Story zusammen, die hart am Rande des Realistischen balanciert. Dennoch ist der Roman flott und spannend zu lesen.

Gregor Patorski

Info

Daniel Wallace: Die Nacht der Wassermelonen. Roman. Aus dem Amerikanischen von Maria Andreas. Eichborn-Verlag 2004, 247 Seiten, 33.60 Franken.

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