Aktualisiert 25.12.2006 21:32

Dicke Ausländer dürfen keine chinesischen Kinder mehr adoptieren

Peking Übergewichtige Ausländer dürfen in Zukunft keine chinesischen Kinder mehr adoptieren.

Auch unter Depressionen leidende oder unverheiratete Bewerber haben laut der zuständigen Behörde kein Recht auf eine Adoption.

«Wir wollen die Höchstqualifizierten auswählen, damit unsere Kinder unter immer besseren Bedingungen aufwachsen können», begründete die Behörde am Montag in der offiziellen Zeitung «China Daily» den Entscheid.

«Fettleibige Menschen leiden mit höherer Wahrscheinlichkeit an Krankheiten und könnten eine geringere Lebenserwartung haben», teilte die Behörde weiter mit.

Mögliche Adoptiveltern müssen den neuen Regeln zufolge mindestens seit zwei Jahren verheiratet sein, zuvor Geschiedene müssen sogar seit mindestens fünf Jahren wieder verheiratet sein. Einzelpersonen aus dem Ausland können keine chinesischen Kinder adoptieren.

Gleichzeitig soll sich die Wartezeit für qualifizierte Bewerber verkürzen. Die neuen Kriterien sollen im Mai in Kraft treten.

In den vergangenen zehn Jahren sind rund 50 000 chinesische Kinder von Ausländern adoptiert worden, davon rund 40 000 von US- Amerikanern. Die Adoption eines chinesischen Kindes kann mehr als 15 000 Dollar kosten. Die grosse Mehrheit der adoptierten Kinder sind Mädchen, da chinesische Eltern traditionell Jungen bevorzugen.

(sda)

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