Pipe.com: Dicke Dateien durch die virtuelle Röhre senden
Aktualisiert

Pipe.comDicke Dateien durch die virtuelle Röhre senden

Klick und weg: Mit Pipe kann man Dateien von bis zu 1 Gigabyte über Facebook versenden. Das Start-up, das die neue App entwickelt hat, bediente sich bei Technik von Google.

von
tob

Wer im Internet Daten von mehreren Hundert Megabyte mit Freunden oder Bekannten teilen will, steht meist vor einem Problem: Wegen Platzbeschränkungen lassen sich grössere Files nicht an E-Mails anhängen. Eine Alternative bietet ein eigener FTP-Server oder spezielle, auf den Datentausch ausgelegte Dienste wie Wetransfer, Senduit oder Mediafire. Meist läuft die Kommunikation über diese Sharing-Dienste aber über einen Server.

Anders ist das beim Dienst des Berliner Start-up-Unternehmens Pipe, das ins Online-Netzwerk Facebook integriert ist. Mit der Pipe-App lassen sich Dateien mit einer Grösse von bis zu 1 GB direkt von Computer zu Computer teilen. Dahinter steckt ein Kommunikationsstandard namens WebRTC, der von den Browsern Chrome, Mozilla Firefox und Opera unterstützt wird. «WebRTC ist eine bahnbrechende Technologie, die – bildlich gesprochen – das Internet neu verkabelt», sagt Simon Hossell, Gründer und CEO von Pipe. Entwickelt wurde WebRTC ursprünglich von Google, es ist mittlerweile aber zu einem offenen Standard geworden.

Rein in die Röhre

Videos, Bilder, Musik, Dokumente: Mit Pipe lassen sich Dateien jeglicher Art mit nur wenigen Klicks versenden. Dazu installiert man erst bei Facebook die Pipe-App. Ist dies geschehen, wählt man einen Freund an, dem man die Dateien zustellen will. Sind beide gleichzeitig bei Pipe online, wird die Röhre grün angezeigt. Per Drag and Drop lassen sich dann beliebig Dateien austauschen. Die Übertragung findet dabei direkt zwischen den beiden Computern (Peer to Peer) statt. Facebook oder andere externe Server sind laut den Gründern nicht in diesen Prozess eingebunden.

Wenn der Empfänger offline ist, sieht das anders aus. Dann erscheint die virtuelle Röhre in Blau. Die Dateien (in diesem Fall bis 250 MB) werden dann in einem sogenannten Locker (Server) für drei Tage aufbewahrt, bis sie der Empfänger runterlädt. In unserem Test verlief der Datentausch zwischen zwei Computern unkompliziert und schnell. Bisher ist mit Pipe nur der Tausch zwischen zwei Computern möglich. Entsprechende Apps für iOS und Android sind laut Hossell bereits in Planung.

Weil die Vögel es nicht von den Dächern zwitschern

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