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Dicke Kinder: Disney will nicht mehr mit McDonalds

Zehn Jahre gehörten Disney-Spielfiguren zu den Happy Meals von McDonalds wie Pommes-Frites und Coca-Cola. Nun hat Disney den auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängert. Dicke Kinder sind schlecht fürs Image.

In den westlichen Industrienationen gibt es immer mehr übergewichtige Kinder. Neben Bewegungsmangel ist die zunehmende Ernährung mit Fastfood einer der Hauptgründe für diesen Trend. Die Walt Disney Company hat nun laut einem Bericht der «LA Times» die Konsequenzen gezogen und die Marketing-Partnerschaft mit McDonalds beendet. In Zukunft kann Mcdonalds Comichelden wie Nemo und Mr. Incredible nicht mehr verwenden, um seine Kindermenus zu bewerben. Disney wollte die Trennung nicht kommentieren. Doch an einer Pressekonferenz im letzten jahr äusserte sich Steve Jobs, damals Chef des Animationsstudios Pixar, zur Thematik: «Natürlich ist die Promotion eines Films über Fastfood lukrativ. Doch es gibt auch Bedenken, weil sich die Gesellschaft immer mehr bewusst wird, was eine Ernährung mit Fastfood für Folgen hat.» Nachdem Disney Pixar geschluckt hat, ist Steve Jobs grösster Einzelaktionär des Unterhaltungsgiganten.

Auch andere Filmstudios haben inzwischen Bedenken, ihre Filmcharakteren für die Promotion von Pommes und Burgern zur Verfügung zu stellen. Dreamworks Animation SKG hat zwar einen Vertrag mit McDonalds über die Promotion von «Shrek 3». Doch laut einem Sprecher sind sich die Studiobosse am Überlegen, ob Shrek nicht besser für McDonalds' Salate statt Happy Meals werben sollte.

Die letzte Happy-Meal-Promotionen von Disney werden in den USA in diesem Sommer für die Filme «Cars» und «Pirates of the Carribean 2» stattfinden.

jcg

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