01.10.2015 09:01

Mehr Speck, mehr SexDicke sind bei der Partnersuche erfolgreicher

Speck auf den Hüften ist bei der Partnersuche alles andere als hinderlich. Laut US-Forschern haben Fettleibige mit mehr Personen Sex als Dünne.

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Laut einer US-Studie dürften diese beiden Damen über ihr Sexleben nicht klagen. Denn entgegen der landläufigen Meinung ist Übergewicht - selbst extremes - bei der Partnersuche kein Nachteil.

Laut einer US-Studie dürften diese beiden Damen über ihr Sexleben nicht klagen. Denn entgegen der landläufigen Meinung ist Übergewicht - selbst extremes - bei der Partnersuche kein Nachteil.

AP/Toby Talbot
Dieses Ergebnis würden Pierce Brosnan und seine Gattin Keely Shaye Smith wohl sofort unterschreiben. Die beiden sind seit 2001 verheiratet und haben zwei Kinder.

Dieses Ergebnis würden Pierce Brosnan und seine Gattin Keely Shaye Smith wohl sofort unterschreiben. Die beiden sind seit 2001 verheiratet und haben zwei Kinder.

Keystone/AP/Evan Agostini
Auch Plus-Size-Modell Tess Holliday kann, was die Liebe angeht, nicht klagen: Sie ist seit 2014 mit dem australischen Fotografen Nick Holliday verlobt.

Auch Plus-Size-Modell Tess Holliday kann, was die Liebe angeht, nicht klagen: Sie ist seit 2014 mit dem australischen Fotografen Nick Holliday verlobt.

Instagram.com/tessholliday

Schlanke Menschen haben es in der Liebe leichter als dicke. Diese These hält sich hartnäckig. Doch laut Forschern der kalifornischen Chapman-Universität ist sie falsch. Ihnen zufolge ist Übergewicht keineswegs ein Nachteil – im Gegenteil.

Für die Studie, die jetzt im Fachjournal «Evolutionary Psychology» veröffentlicht wurde, hatte das Team um David Frederick und Brooke Jenkins eine Online-Umfrage mit 60'000 heterosexuellen Frauen und Männern dahingehend ausgewertet, welche Rolle unter anderem das Gewicht bei der Partnerwahl spielt. Zudem mussten die durchschnittlich 37 Jahre alten Teilnehmer Auskunft dazu geben, mit wie vielen Menschen sie bisher Sex gehabt haben.

Untergewichtige haben es schwer

Das Ergebnis: Die Geschlechter unterscheiden sich kaum in der Zahl ihrer Sexualpartner. Männer und Frauen sind mit Ende dreissig mit durchschnittlich acht verschiedenen Menschen intim gewesen. Lediglich 23 Prozent der Frauen und 29 Prozent der Männer berichteten von Erfahrungen mit mehr als 14 Partnern.

Weiter zeigte sich, dass – entgegen der landläufigen Meinung – Übergewicht bei der Partnerwahl überhaupt nicht hinderlich ist. So hatten Männer mit ein paar Kilos zu viel meist mehr sexuelle Erfahrungen als ihre schlankeren Geschlechtsgenossen. Zudem gingen sie auch häufiger fremd. Erst bei starker Fettleibigkeit sank die Zahl ihrer Partnerinnen deutlich. Ein Schicksal, dass sie mit untergewichtigen Männern teilen.

Auch sehr schlanke Frauen haben gemäss der Studie oft das Nachsehen. Stattdessen scheinen üppige und selbst fettleibige Frauen mit einem BMI über 30 auf dem Partnermarkt durchaus erfolgreich zu sein: Sie hatten im Durchschnitt bereits acht bis zehn Sexualpartner.

Eine Erklärung für die auffälligen Unterschiede haben Frederick und Jenkins zwar nicht. Doch ihre Ergebnisse zeigen, dass es keinen Grund gibt, für die Liebe zu hungern.

Dennoch sollte man auf seine Figur achten. Sonst drohen gesundheitliche Probleme.

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