Aktualisiert 03.12.2008 10:07

Depressionen

Dicke Wampe, miese Stimmung

Sie sind - mehr oder weniger - schlank, aber tragen einen massigen Bauch mit sich herum? Dann könnte das der Grund für ein anhaltendes psychisches Tief sein.

Die dicke Plauze: Eine bleibende Erinnerung an zuvor konsumierte fettige Speisen und jede Menge Alkohol. Das dürfte so manchem beim Blick in den Spiegel die Laune gründlich vermiesen oder gar in eine Depression führen - sollte man meinen.

Doch einer neuen wissenschaftlichen Studie zufolge ist es genau umgekehrt: Depressionen lassen den Bauch wachsen. Das fand Nicole Vogelzangs gemeinsam mit ihrem Forschungsteam vom VU University Medical Center in Amsterdam, Niederlande, heraus. Die Wissenschaftler verglichen insgesamt 2 088 Probanden im Alter zwischen 70 - 79 Jahren.

Zu Beginn der Studie wurden die Teilnehmer auf Depressionen untersucht und ihre Körpermasse - Bauchumfang und allgemeines Übergewicht - dokumentiert.

Diese Untersuchung wurde nach einem Zeitraum von fünf Jahren wiederholt. Bei vier Prozent der Probanden wurde - so «UPI.com» - eine Depression diagnostiziert. Mittels eines Vergleichs soziodemographischer Merkmale und weiterer Faktoren - beispielsweise eines grossen Bauchumfangs - konnte ein direkter Zusammenhang zwischen übermässigem Bauchspeck und Depressionen nachgewiesen werden.

«Diesen Zusammenhang konnten wir allerdings nicht bei allgemein übergewichtigen Patienten feststellen. Entscheidend ist lediglich eine grössere Ansammlung von Fett im Bauchbereich», erklärte einer der an der Studie beteiligten Forscher.

Depressionen machen den Bauch dick

Chronischer Stress und Depressionen können bestimmte Hirnareale stimulieren und zu einer erhöhten Ausschüttung des Hormons Cortisol führen. Das Cortisol wiederum kann für eine vermehrte Anzahl von Fettzellen im Bauchbereich verantwortlich zeichnen.

(rre)

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