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Unangenehme ReiseDicker Nachbar beim Flug – Italiener verklagt Airline

Emirates Airline hat eine Klage am Hals. Der Grund: Ein Passagier fühlte sich in seinem Sitz von einem übergewichtigen Fluggast bedrängt.

von
fal
Delikater Fall: Ein Italiener bringt die Fluggesellschaft Emirates vor Gericht. (Archiv)

Delikater Fall: Ein Italiener bringt die Fluggesellschaft Emirates vor Gericht. (Archiv)

Keystone

Giorgio Destro aus Padua flog von Kapstadt nach Dubai. Der Flug dauerte immerhin neun Stunden und wurde für den Italiener zur Tortur. Denn sein Sitznachbar war korpulent und beanspruchte mehr als nur seinen Sitzplatz.

Destro, seines Zeichens Anwalt, nervte sich und hielt es neben dem Mann nicht mehr länger aus. Also fragte er die Flight Attendants, ob er den Sitz tauschen könnte. Doch diese lehnten ab, weil der Flug ausgebucht sei. Der Jurist erklärte später der italienischen Zeitung «Mattino Padova»: «Ich musste also neun Stunden lang auf dem Gang stehen oder auf dem Platz sitzen, der für das Flugpersonal reserviert war, wenn er dann überhaupt frei war. Am Ende des Fluges musste ich zurück auf meinen Sitz und darunter leiden, dass mir mein fülliger Sitznachbar meinen Platz wegnahm.»

Keine Entschädigung für den Konsumenten

Für den Italiener bleibt das Erlebnis im Himmel haften. Destro hat sich entschlossen, die Emirates Airline zu verklagen, nachdem diese ihn für den unangenehmen Flug nicht entschädigen wollte. Gemäss huffingtonpost.deverlangt der Italiener 2759 Euro Kompensation, 759 Euro als Rückerstattung des Fluges und 2'000 Euro Schadenersatz.

Ob der Jurist mit seinem Begehren Erfolg haben wird, wird sich zeigen. Der Prozess in Padua beginnt Ende Oktober. Emirates Airline wollte sich bisher zum Vorfall nicht äussern. Man könne in diesem Fall kein Statement abgeben, weil man sich noch in einem laufenden Gerichtsverfahren befinde, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft der britischen Zeitung «Daily Mail».

Andere Passagiere hatten bei ähnlichen Vorfällen im Flugzeug mehr Glück. Leser-Reporter S. B.* wurde in seinem Flug von Singapur nach Kloten umplatziert, nachdem er von einem molligen Sitznachbar räumlich in die Enge getrieben worden war. Die Stewardess der Singapur Airlines bot ihm höflich einen anderen Platz im Flugzeug an – und der zunächst genervte Zürcher konnte den Flug doch noch geniessen.

*Name der Redaktion bekannt.

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