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AbfahrtDidier Défago ist Olympia-Sieger!

Didier Défago gewinnt die Olympia-Abfahrt in Whistler. Trumpf Cuche stach nicht, dafür holte sein Namensvetter die Kohlen aus dem Feuer. Was für ein Triumph!

von
mon/pha

Der mit der Nummer 18 gestartete Défago setzte sich auf der 3,105 km langen Piste Dave Murray mit 0,07 Sekunden Vorsprung vor dem Norweger Aksel Lund Svindal durch. Weitere zwei Hundertstel zurück sicherte sich der Amerikaner Bode Miller, der mit der Startnummer 8 für die erste Richtzeit gesorgt hatte, die Bronzemedaille.

Défago ist nach Bernhard Russi, der 1972 in Sapporo gewann, und Pirmin Zurbriggen, der vor 22 Jahren in Calgary triumphierte, erst der dritte Abfahrts-Olympiasieger aus der Schweiz.

Défago hatte auf der Olympia-Abfahrt in Whistler mit den Trainingsrängen 4 und 6 zwar angedeutet, dass er die Piste im Griff hat. Doch weil es der 32-jährige Walliser aus Morgins bisher an grossen Titelkämpfen noch nie aufs Podest geschafft hatte, wurde ihm höchstens eine Aussenseiterrolle bescheinigt.

Im Weltcup sorgte Défago bisher erst im Januar 2009 für Furore, als er innert Wochenfrist die Abfahrten in Wengen und in Kitzbühel gewann. Daneben gewann er auf dieser Stufe noch einen Super-G und stand insgesamt zehn weitere Male auf dem Podest. Nun sorgte Défago mit seinem Exploit dafür, dass die alpinen Rennen am Whistler Mountain aus Schweizer Sicht optimal lanciert wurden.

Didier Cuche, der mit der Nummer 22 als Letzter der Favoriten gestartet war, war bis zur letzten Zwischenzeit ebenfalls auf Medaillenkurs. Doch auf den letzten 20 Fahrsekunden büsste der 35-jährige Neuenburger noch über drei Zehntel auf Défago ein. Letztlich fehlten Cuche 0,27 Sekunden zu Bronze.

Carlo Janka vermochte sich zwar gegenüber den Trainings, in welchen er mehr als zwei Sekunden auf die Bestzeit eingebüsst hatte, deutlich zu verbessern. Doch zu mehr als dem 11. Platz reichte die Steigerung des Lauberhorn-Siegers nicht aus (0,71 zurück).

Ambrosi Hoffmann, der in beiden Trainings in den Top 5 war, klassierte sich mit über 1,7 Sekunden Rückstand nur im 21. Rang. Der Bündner verlor während der ganzen Fahrt kontinuierlich Zeit.

Die Durchführung der Abfahrt war ursprünglich für den letzten Samstag geplant gewesen. Wegen der schlechten Wetterverhältnisse in Whistler musste der Wettkampf um 48 Stunden verschoben werden.

Am Dienstag geht es für die Männer bereits weiter mit der Entscheidung in der Super-Kombination.

LIVE-TICKER

mit Monika Brand

- Didier Défago ist Olympia-Sieger! Die ersten 30 Fahrer sind im Ziel, da wird keiner mehr nach ganz vorne fahren.

- Der Kroate Ivica Kostelic fährt mit 1,18 Sekunden Rückstand auf den 17. Platz.

- 2,90 Sekunden Rückstand für den Italiener Patrick Staudacher. Das reicht für den 26. Rang.

- Clarey verliert fast zwei Sekunden auf Défago und wird nur 22.

- Nach einem Unterbruch nach Sullivans Sturz ist jetzt der Franzose Johan Clarey unterwegs.

- Der Amerikaner Marco Sullivan stürzt kurz vor dem Ziel. Da hat die Kraft wohl nicht ausgereicht.

- Platz 15 gibt es für den Franzosen Adrien Theaux.

- Der nächste Italiener, Peter Fill, kommt auch nicht an den Schweizer heran.

- Aufatmen bei Didier Défago. Innerhofer fährt im unteren Teil einen Rückstand von über einer Sekunde ein. Aber Achtung: Auf dieser Piste sind immer noch schnelle Zeiten möglich.

- Der Italiener ist schnell unterwegs. Das wird knapp!

- Weiter gehts mit Christof Innerhofer.

- Das Rennen ist nach dem Sturz des Kanadiers unterbrochen. Er scheint sich aber nicht verletzt zu haben.

- Doch auch Dixon kann dem Erwartungsdruck nicht standhalten. Er stürzt sogar.

- Der Kanadier Robbie Dixon ist der letzte Fahrer, der Défago die Goldmedaille noch strittig machen kann.

- Cuche wird nur Sechster! Ohne ersichtlichen Fehler verliert der Romand bis ins Ziel 35 Hunderstel auf seinen Teamkollegen. Was für eine Enttäuschung!

- Bei der letzten Zwischenzeit liegt Cuche sechs Hundertstel hinten

- Jetzt sind es noch drei Hundertstel Rückstand

- Der Rückstand bleibt konstant

- 0,05 Sekunden Rückstand bei der ersten Zwischenzeit

- Didier Cuche ist gestartet.

- Heel fährt nur auf den elften Zwischenrang.

- Der Italiener Werner Heel ist unterwegs. Nach ihm folgt Didier Cuche.

- Janka kann seinem Teamkollegen nicht die Stirn bieten. Mit sieben Zehnteln Rückstand bleibt ihm nur der zehnte Zwischenrang.

- 0,60 Sekunen sind es bei der letzten Zwischenzeit

- Der Rückstand wächst auf 0,42 Sekunden

- 0,31 Sekunden Rückstand bei der ersten Zwischenzeit

- Carlo Janka ist unterwegs. Was hat er zu bieten?

- Der Kanadier Manuel Osborne-Paradis kann seinen Heimvorteil nicht nutzen. Er verliert 1,13 Sekunden auf Défago. Da lastete wohl zu viel Druck auf seinen Schultern.

- Défago übernimmt die Führung! Im Ziel hat er einen Vorsprung von sieben Hundertsteln. Das war eine tolle Fahrt.

- Drei Hundertstel Vorsprung sind es bei der letzten Zwischenzeit!

- Im Mittelteil hat Défago Zeit eingebüsst: 28 Hunderstel Rückstand.

- Immer noch 23 Hunderstel Vorsprung

- 26 Hunderstel Vorsprung bei der ersten Zwischenzeit!

- Didier Défago ist gestartet.

- Der Österreicher Michael Walchhofer kann nicht mit der Spitze mithalten. Mit genau einer halben Sekunde Rückstand wird er Achter, der Medaillentraum ist zerplatzt. Die Abstände sind sehr knapp an der Spitze.

- Aksel Lund Svindal übernimmt die Spitze! Er nimmt Miller zwei Hundertstel ab. Das reicht haarscharf für die Führung.

- Eine tolle Fahrt von Mario Scheiber. Der Österreicher macht gegen den Schluss immer mehr Zeit gut, doch im Ziel fehlen ihm 12 Hundertstel für die Spitzenposition. Miller führt weiter.

- Hoffmann verliert viel Zeit und wird nur Zehnter. Im Ziel beträgt der Rückstand 1,64 Sekunden. Schade, hatte der Bündner doch zwei tolle Trainings gezeigt.

- 1,44 Sekunden sind es bei der letzten Zwischenzeit.

- Der Rückstand wächst: 1,29 Sekunden.

- Bereits mehr als eine Sekunde Rückstand für den Bündner nach knapp einer Rennminute.

- Der erste Schweizer ist gestartet: Ambrosi Hoffmann.

- Der Österreicher Klaus Kröll wird Fünfter.

- Der Slowene Andrej Jerman ist chancenlos. Er verliert fast zwei Sekunden auf den Führenden.

- Hans Olsson aus Schweden verliert 0,79 Sekunden auf Miller und wird Fünfter.

- Der Liechtensteiner zeigt eine solide Fahrt und kann noch etwas Boden gut machen. Mit 0,44 Sekunden Rückstand reicht es für den vierten Zwischenrang.

- 0,69 Sekunden Rückstand nach gut einer Fahrtminute. Das ist nicht Büchels Strecke.

- Der Liechtensteiner Marco Büchel ist gestartet. Wie kann er seine letzte Olympia-Abfahrt gestalten?

- Mit 0,24 Sekunden Rückstand bleibt dem Kanadier «nur» der zweite Zwischenrang.

- Der erste Kanadier ist unterwegs. Doch Erik Guay wird nicht mit Miller mithalten können.

- Miller übernimmt die Führung! Es bleiben ihm 42 Hundertstel Vorsprung. Das reicht zur Spitzenposition.

- Der Vorsprung schmilzt: 57 Hunderstel sind es bei der letzten Zwischenzeit.

- 75 Hundertstel sind es immer noch

- Der Vorsprung wächst auf 97 Hundertstel!

- 19 Hunderstel Vorsprung bei der ersten Zwischenzeit

- Jetzt ist Bode Miller an der Reihe. Wird er David Poisson das Wasser reichen können?

- Der Slowene Andrej Sporn scheidet nach einem Fahrfehler als erster Fahrer aus.

- Der Amerikaner Steven Nyman scheitert ebenfalls. Bis zur Mitte konnte er noch mit Poisson mithalten, im Ziel ist es aber ein Rückstand von 0,89 Sekunden.

- Auch der Kroate Natko Zrncic-Dim hat keine Chance. Er ist mehr als zwei Sekunden langsamer als Poisson.

- Der Amerikaner Andrew Weibrecht kann mit seiner wilden Fahrt nicht mithalten. Er verliert bei seinem ersten Olympia-Einsatz 92 Hunderstel auf den Führenden. Das reicht dennoch für den zweiten Zwischenrang.

- Eine tolle Fahrt des Franzosen David Poisson! Er unterbietet die Zeit seines Vorgängers um fast eine Sekunde.

- Der Österreicher Hans Grugger ist massiv schneller. Er nimmt Järbyn 77 Hundertstel ab.

- Der Routinier setzt mit 1:56,58 eine erste Marke. Was diese Zeit Wert ist, werden die nächsten Fahrer zeigen.

- Los gehts! Der Schwede Patrick Järbyn eröffnet das Rennen.

- Bald geht es los. Um 19.30 Uhr beginnt die Olympia-Abfahrt in Whistler - und die Schweiz hat mit Didier Cuche, Ambrosi Hoffmann, Carlo Janka und Didier Défago gleich vier heisse Eisen im Feuer.

Vor dem Rennen

Die vom Samstag auf heute verschobene Herren-Abfahrt an den Olympischen Spielen in Vancouver und Whistler findet definitiv statt.

Wetterkapriolen hatten am Wochenende einen Ernstkampf auf der Piste von Whistler verhindert, Didier Cuche und Co. wurde eine Wartezeit aufgebrummt. Nachdem heute Morgen (MEZ) noch nicht ganz klar war, ob die Abfahrt denn nun heute durchgeführt werden kann, haben die Organisatoren soeben - kurz vor sieben Uhr morgens Ortszeit - grünes Licht gegeben.

Die Ski-Fans können sich also auf einen spannenden TV-Abend freuen, mit einem Didier Cuche in Hochform. Gibts die nächste Olympia-Medaille für die Schweiz?

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