Die 10 gefährlichsten Destinationen der Welt
Der Felsbrocken Kjeragbolten in Norwegen gilt als einer der gefährlichsten Orte der Welt. Hier schiesst du besser kein Selfie.

Der Felsbrocken Kjeragbolten in Norwegen gilt als einer der gefährlichsten Orte der Welt. Hier schiesst du besser kein Selfie.

Getty Images/iStockphoto
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Tödliche ReisenDie 10 gefährlichsten Destinationen der Welt

Steile Berge, schwindelerregende Wasserfälle und riskante Strassen. Wer diese Touristenorte besucht, läuft Gefahr, sein Leben zu verlieren.

von
Emmanuel Coissy
Laura Zygmunt

Bist du auch schon einmal ein Risiko eingegangen, um das perfekte Ferienfoto zu knipsen? Wir stellen zehn Orte vor, bei denen du lieber auf ein Selfie verzichten und dich besser auf deine Umgebung konzentrieren solltest.

1. Trolltunga (Norwegen)

Auf dem Trolltunga hast du zwar eine schöne Aussicht, bis dahin musst du aber 14 Kilometer zu Fuss hinlaufen – und dann auch wieder zurück.

Auf dem Trolltunga hast du zwar eine schöne Aussicht, bis dahin musst du aber 14 Kilometer zu Fuss hinlaufen – und dann auch wieder zurück.

Elias Strale/Pexels

Trolltunga, was aus dem Norwegischen so viel wie Trollzunge heisst, ist ein horizontaler Felsvorsprung, welcher den 700 Meter tiefer gelegenen See Ringedalsvatne überragt. Zwar hast du von dort oben eine fantastische Aussicht, dennoch ist der Weg eher beschwerlich. Da die Standseilbahn seit 2004 aufgrund technischer Probleme nicht mehr in Betrieb ist, muss die gesamte Strecke von 28 Kilometern zu Fuss zurückgelegt werden.

2. Die Klippen von Moher (Irland)

Die irische Küste ist ebenso atemberaubend wie gefährlich.

Die irische Küste ist ebenso atemberaubend wie gefährlich.

Bhargava Marripati/Pexels

An der Westküste Irlands erstrecken sich auf über acht Kilometern die berühmten Klippen von Moher. Das Plateau thront imposant 200 Meter über dem Atlantik, bevor die Felswände abrupt senkrecht in die Tiefe fallen. Besonders Mutige (oder Dumme) ignorieren die Absperrungen und robben für einen Blick in die Tiefe bis ganz an den Rand des bröckelnden Felsen.

3. Death Valley (Vereinigte Staaten)

Wer im Death Valley unterwegs ist, muss sich zwingend vor der Hitze schützen und genügend Wasser trinken. 

Wer im Death Valley unterwegs ist, muss sich zwingend vor der Hitze schützen und genügend Wasser trinken. 

RODNAE Productions/Pexels

Das Death Valley oder übersetzt Tal des Todes liegt im trockensten Nationalpark in den USA und weist im Sommer eine Temperatur von 45 Grad Celsius auf. Nicht verwunderlich, dass in diesem Gebiet auch schon die höchste Temperatur der Erde von 56,7 Grad Celsius gemessen worden ist. 

4. Natronsee (Tansania)

Sieht verlockend aus, empfiehlt sich aber eher weniger für einen Sprung ins Nass.

Sieht verlockend aus, empfiehlt sich aber eher weniger für einen Sprung ins Nass.

Getty Images/iStockphoto

Der Natronsee in Tansania sieht zwar schön aus, ist aber eine tödliche Falle. Der alkalischste See der Welt weist einen so hohen pH-Wert auf, dass dieser fast schon so hoch ist wie bei Ammoniak. Das hat zur Folge, dass die Augen und die Haut sofort verätzt werden, sollte sich jemand in den See wagen. Gerade für Vögel und Fledermäuse bedeutet der See das Todesurteil: Fallen sie ins Wasser, sterben sie sofort und werden versteinert ans Ufer gespült. Unheimlich!

5. Felsblock Kjeragbolten (Norwegen)

Sieht auf diesem Bild spektakulär aus, ist aber alles andere als sicher: Ein Sprung auf dem Felsblock Kjeragbolten.

Sieht auf diesem Bild spektakulär aus, ist aber alles andere als sicher: Ein Sprung auf dem Felsblock Kjeragbolten.

Getty Images/iStockphoto

Den bekannten Felsblock Kjeragbolten in Norwegen sollten nur körperlich sehr fitte Menschen besteigen. Denn du erreichst ihn erst nach einer sechs- bis zehnstündigen Wanderung und nach dem Überwinden von 800 Höhenmetern. Ob dann, wie beim Stockbild oben, ein Sprung über den Felsblock noch drin liegt, ist eher fraglich.

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6. Schlangeninsel (Brasilien)

Wenn du eine Schlangenphobie hast, solltest du die Insel Queimada Grande südöstlich der brasilianischen Küste nicht besuchen und dir das oben stehende Video besser auch nicht anschauen. Denn der Wald auf der subtropischen Insel ist ein Paradies für die Jararaca-ilhoa, eine Viper, deren Gift tödlich ist. Kein Wunder, dass heute nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diese Insel betreten dürfen.

7. Krater von Derweze (Turkmenistan)

Das Tor zur Hölle in Turkmenistan brennt Tag und Nacht.

Das Tor zur Hölle in Turkmenistan brennt Tag und Nacht.

Snowscat/Unsplash

Der Krater von Derweze in der Wüste Karakum in Turkmenistan wird von den Einheimischen nur das Tor zu Hölle genannt. Im 69 Meter breiten und 30 Meter tiefen Loch brennt seit 1971 unkontrolliert ausströmendes Methan. Über die Entstehung des Kraters wird bis heute spekuliert. Während eine Theorie besagt, dass es während Testbohrungen zu Komplikationen kam, welche bis heute verschwiegen werden, sagen andere, dass das Loch durch einen Blitzeinschlag entstanden ist.

8. Yungas-Strasse (Bolivien)

Eine der gefährlichsten Strassen der Welt liegt in Bolivien.

Eine der gefährlichsten Strassen der Welt liegt in Bolivien.

Henrique Sá/Unsplash

Die Yungas-Strasse in Bolivien wird nicht umsonst auch als die Strasse des Todes bezeichnet. Neben den grossen Höhenunterschieden machen auch die oft nebligen Wetterverhältnisse und die ungesicherten Strassenabschnitte den Weg zu einer tödlichen Gefahr. Trotzdem, oder genau deswegen, ist die Yungas-Strasse bei Mountainbikern besonders beliebt.

9. Das Schwimmbad des Teufels (Sambia)

Oberhalb der Victoriafälle auf der Seite von Sambia liegt das Schwimmbad des Teufels. Dabei handelt es sich um ein Becken direkt über den tosenden Wasserfällen, welche hundert Meter in die Tiefe stürzen. Wenn zwischen September und Dezember der Wasserstand niedrig ist, bringen ortskundige Guides Reisende, die auf der Suche nach Nervenkitzel sind, zu besagtem Becken. Doch Vorsicht: Jedes Jahr rutschen mehrere Badende über die Kante und werden als vermisst gemeldet.

10. Huashan-Pfad (China)

Wer sich für eine Wanderung auf dem Huashan-Pfad entscheidet, muss schwindelfrei und trittsicher sein.

Wer sich für eine Wanderung auf dem Huashan-Pfad entscheidet, muss schwindelfrei und trittsicher sein.

Getty Images/iStockphoto

Der Huashan-Pfad wird auch die Treppe zum Himmel genannt, ist jedoch alles andere als himmlisch. Schmale Pfade winden sich in schwindelerregender Höhe um den Berg und Holzplanken sowie Metallketten dienen als Wanderwege. Erschwerend dazu kommt auch noch die Tatsache, dass auf der Strecke mit Gegenverkehr gerechnet werden muss, da für den Auf- und Abstieg immer der gleiche Weg benutzt wird.

Welche gefährliche Reise hast du schon mal unternommen?

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