Historischer Hirscher: «Die 100 bedeutet mir unglaublich viel»
Aktualisiert

Historischer Hirscher«Die 100 bedeutet mir unglaublich viel»

Marcel Hirscher feiert in Adelboden trotz einer hauchdünnen Niederlage gegen Alexis Pinturault seinen 100. Podestplatz.

von
Sebastian Rieder
Adelboden
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Historischer Erfolg: Der zweitplatzierte Marcel Hirscher feiert Adelboden seinen 100. Podestplatz.

Historischer Erfolg: Der zweitplatzierte Marcel Hirscher feiert Adelboden seinen 100. Podestplatz.

AP/Alessandro Trovati
Einen Tick schneller: Alexis Pinturault distanzierte Marcel Hirscher im Riesenslalom von Adelboden um vier Hundertstel.

Einen Tick schneller: Alexis Pinturault distanzierte Marcel Hirscher im Riesenslalom von Adelboden um vier Hundertstel.

Peter Schneider
Auch für Pinturault war es ein historischer Tag: Er überholt mit seinem 19. Weltcup-Sieg die französische Legende Jean-Claude Killy.

Auch für Pinturault war es ein historischer Tag: Er überholt mit seinem 19. Weltcup-Sieg die französische Legende Jean-Claude Killy.

Peter Schneider

Er brauchte ein paar Minuten, bis der Druck von abfiel. Marcel Hirscher fuhr als drittletzter Fahrer mit der Bestzeit ins Ziel, zeigte beim Abschwung keinerlei Emotionen. Und das, obwohl er wusste, dass ihm der 100. Podestplatz sicher war und ihm damit in Adelboden eine magische Marke gelungen war. «Dieser Rekord bedeutet mir unglaublich viel. Das ist ein Meilenstein, der sehr lange stehen bleiben wird», sagte der Zweitplatzierte Hirscher eine Stunde später und lächelte dabei zufrieden.

Dieses Gesicht passte schon viel eher zu dieser sagenhaften Zahl, die für die aktuelle Konkurrenz einen wohl etwas surrealen Charakter hat. Doch Hirscher ist sich sicher, dass auch sein Rekord nicht für die Ewigkeit ist. «Wenn ich einmal 50 oder 60 Jahre alt bin, wird vielleicht ein junger Fahrer kommen und den Rekord einstellen», so der 27-jährige Österreicher.

Pinturault besser als Killy

Wie sich die Zahl 100 anfühlt, konnte an diesem Samstag am Chuenisbärgli nicht einmal der grosse Sieger Alexis Pinturault erahnen. Dem Franzosen gelang zwar mit vier Hundertstel Vorsprung auf Hirscher der 19. Weltcupsieg, mit insgesamt 41 Podestplätzen kommt er jedoch nicht einmal auf die Hälfte von Hirschers Palmares.

In Frankreich dagegen ist Pinturault bereits jetzt der beste Fahrer der Weltcup-Geschichte. Nach seinem Sieg im Riesenslalom von Adelboden steht er nun über Jean-Claude Killy. Der legendäre Skistar dominierte Ende der 1960er-Jahre auch den Weltcup, wurde aber im Gegensatz zu Pinturault fünf Mal Weltmeister und drei Mal Olympiasieger. «Diese Erfolge stehen für mich noch aus», sagte ein bescheidener Pinturault am Fusse des mächtigen Chuenisbärgli.

Weltcup-Riesenslalom der Männer in Adelboden: 1. Alexis Pinturault (FRA) 2:23,99. 2. Marcel Hirscher (AUT) 0,04 zurück. 3. Philipp Schörghofer (AUT) 1,94. 4. Henrik Kristoffersen (NOR) 2,03. 5. Mathieu Faivre (FRA) 2,05. 6. Matts Olsson (SWE) 2,08. Ferner: 23. Manuel Pleisch (SUI) 4,14.

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