Aktualisiert 31.12.2012 14:29

Geburtenrekord

Die 2012er sind die neuen Babyboomer

Kinderwägen, so weit das Auge reicht: Im Jahr 2012 erblickten in den Schweizer Spitälern rekordverdächtig viele Neugeborene das Licht der Welt. In Bern war die Geburtenzahl gar so hoch wie seit 1980 nicht mehr.

von
jbu
Bern im Babyglück. 1454 Kinder kamen 2012 im Inselspital zur Welt.

Bern im Babyglück. 1454 Kinder kamen 2012 im Inselspital zur Welt.

1454 Babies erblickten am Inselspital Bern 2012 das Licht der Welt. So viele, wie schon seit 32 Jahren nicht mehr! Damals wurden in der Berner Frauenklinik 1508 Kinder entbunden.

Die 1454 Kinder kamen bei 1366 Geburten zur Welt. Es gab also zahlreiche Zwillingsgeburten, was gemäss einer Mitteilung des Inselspitals unter anderem auf das höhere Durchschnittsalter der Mütter, auf künstliche Befruchtungen und auf vermehrte Zuweisungen von Zwillingsschwangerschaften zurückzuführen ist. 2011 waren es bei 1306 Geburten 1398 Kinder; 2010 zählte das Inselspital 1304 Geburten mit 1387 Babies.

Daniel Surbek, Chefarzt Geburtshilfe am Inselspital, zeigt sich erfreut über den neuen Rekord. Gründe für den Babyboom am Inselspital gebe es viele: Nicht nur, dass die Klinik selbst immer mehr Zuspruch finde – generell seien die Frauen in der Schweiz wieder gebärfreudiger. Laut Surbek «spiegelt die hohe Geburtenzahl einen schweizweiten Trend, wieder mehr Kinder zu bekommen, der bereits vor 3 Jahren eingesetzt hat.»

Landesweiter Kindersegen

Andere Spitäler bestätigen die Rekordzahlen auf Anfrage. Am Universitätsspital Zürich (USZ) sind bis am 31. Dezember um 11 Uhr 2658 Kinder zur Welt gekommen – das sind 22 mehr als im Jahr zuvor. «Die Zahlen bedeuten auch am USZ einen Rekord», bestätigt Mediensprecher Gregor Lüthy. Teilweise hätten sogar Gebärende an andere Spitäler verwiesen werden müssen, da das Spital aufgrund der steigenden Geburtenzahl im Kanton Zürich an seine Kapazitätsgrenzen gestossen sei. Die neue Neonatologie-Abteilung mit mehr Plätzen, die im August eröffnet wurde, soll diesbezüglich Abhilfe schaffen. Das Spital rechnet laut Lüthy aber damit, dass der Platz auch künftig knapp bleibt.

Ähnlich sehen die Verhältnisse auch am Universitätsspital Basel aus. Mediensprecherin Sabina Heuss erklärt: «Wir sind praktisch zu 100 Prozent ausgelastet. Deshalb wäre es für uns gar nicht möglich, noch mehr Gebärende aufzunehmen.» Mit rund 2300 neugeborenen Kindern bewege sich die Geburtenzahl 2012 deshalb zwar im Bereich der Vorjahre – aber damit auch am absoluten Maximum.

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