Epische Shootouts: Die 46 Penaltys von Pruntrut sind Weltrekord
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Epische ShootoutsDie 46 Penaltys von Pruntrut sind Weltrekord

Das Nervenspiel zwischen Ajoie und La Chaux-de-Fonds setzt auch im internationalen Vergleich Massstäbe. Im Männer-Eishockey war noch kein Shootout länger.

von
kai

Diese Zahl im Kontext eines Penaltyschiessens ist völlig unwirklich: 46. So viele Schützen mussten im NLB-Match zwischen Ajoie und La Chaux-de-Fonds antreten, um einen Sieger (Ajoie) zu ermitteln. Schnell war klar: In der Schweiz hatte es so etwas noch nicht gegeben, den Nationalliga-Rekord hatten Visp und Basel gehalten – mit vergleichsweise mickrigen 28 Versuchen im Januar 2010.

Das epische Duell vom Sonntag im Jura schwingt auch im internationalen Vergleich obenaus. Die bisherige Bestmarke im professionellen Männer-Eishockey hatten die DEL-Teams EHC München und Straubing Tigers innegehabt. 42 Penaltys waren im November 2010 nötig, um den Match zu beenden. Der Weltverband IIHF schrieb damals auf seiner Website, es sei davon auszugehen, «dass dies ein Weltrekord ist». Seit dem magischen Abend in Pruntrut hat dieser keine Gültigkeit mehr.

Nur von Frauen übertroffen

In der NHL teilen sich die Bestmarke Florida und Washington, die im Dezember 2014 je 20 Schützen aufs Eis schicken mussten, ehe die Panthers als Gewinner feststanden. In der KHL schrieben Dinamo Riga und Lokomotive Jaroslawl vor rund fünf Wochen Geschichte, als die Letten mit dem 36. Schuss die Partie entschieden.

Der Krimi zwischen Florida und Washington. (Video: Youtube)

Der absolute Höchstwert findet sich übrigens beim anderen Geschlecht. Vor knapp zehn Monaten brauchte es im Bundesliga-Match zwischen den Frauenteams von Memmingen und Bergkamen sage und schreibe 54 Penaltys, bis die Entscheidung in der halbstündigen Lotterie zugunsten Memmingens gefallen war.

Für die Hartgesottenen das Penaltyschiessenen zwischen Ajoie und La Chaux-de-Fonds in voller Länge.

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