Kilchberger Schwingfest - Das musst du zum Schwing-Highlight des Jahres wissen
Publiziert

Kilchberger SchwingfestDas musst du zum Schwing-Highlight des Jahres wissen

Das Kilchberger findet alle sechs Jahre statt. 2020 wurde es wegen Corona verschoben, nun ist es am Samstag so weit.

von
Adrian Hunziker
1 / 8
Das Kilchberger Schwingfest steht am Samstag nach sieben Jahren Unterbruch an. 

Das Kilchberger Schwingfest steht am Samstag nach sieben Jahren Unterbruch an.

Claudio Thoma/freshfocus
Grosser Favorit auf den Titel ist Samuel Giger. Der 23-jährige Nordostschweizer gewann in dieser Saison sieben Kranzfeste. 

Grosser Favorit auf den Titel ist Samuel Giger. Der 23-jährige Nordostschweizer gewann in dieser Saison sieben Kranzfeste.

freshfocus
Sein Nordostschweizer Verbandskollege Damian Ott 
freut sich riesig auf das Saison-Highlight vom Samstag.

Sein Nordostschweizer Verbandskollege Damian Ott
freut sich riesig auf das Saison-Highlight vom Samstag.

freshfocus

Darum gehts

  • Das Kilchberger ist neben dem Eidgenössischen und dem Unspunnen das wichtigste Schwingfest.

  • Nur 60 der besten Schwinger sind am Samstag zugelassen.

  • Grosser Favorit auf den Titel ist der Nordostschweizer Samuel Giger.

Das Kilchberger Schwinget ist das exklusivste aller Schwingfeste. Nur die 60 besten Schwinger sind überhaupt zugelassen. Am Samstag steht das Highlight der Saison an, sieben Jahre nach der letzten Durchführung. Eigentlich wird das Fest alle sechs Jahre abgehalten, es wurde letztes Jahr wegen der Corona-Pandemie aber auf 2021 verschoben. Normalerweise sind am Kilchberger 12’000 Zuschauer zugelassen, wegen Covid sind es heuer aber nur deren 6000. Wir präsentieren die wichtigsten Fakten zum Kilchberger.

Wo und wann?

Das 17. Kilchberger beginnt am Samstag um 8.30 Uhr mit dem Anschwingen. Der Schlussgang steht gegen 17 Uhr an. Das gesamte Fest kannst du in unserem Liveticker ab 7.30 Uhr mitverfolgen. Das Schwingfest wird traditionell hoch über dem Zürichsee auf dem Gutshof «Uf Stocken» ausgetragen.

Wer sind die Favoriten?

Titelfavorit Nummer 1 ist der Nordostschweizer Samuel Giger. Der 23-Jährige gewann in dieser Saison unglaubliche sieben Feste. Der von einer Verletzung genesene Innerschweizer Joel Wicki wird auch um den Sieg mitreden wollen. Der Aufsteiger der Saison, der 21-jährige Nordostschweizer Damian Ott, sieht sich zwar selber nicht als Favorit, war in diesem Jahr aber der einzige, der seinen Verbandskollegen Giger bezwingen konnte (im Schlussgang am Schwarzsee Schwinget). Ein Wörtchen mitreden wollen wird sicher auch der Berner Schwingerkönig von 2010, Kilian Wenger.

Giger gegen Wicki, Ott gegen Wenger

Beim Anschwingen, so nennt man den ersten Gang am Schwingfest, bekommt es Topfavorit Samuel Giger (Nordostschweiz) mit Joel Wicki (Innerschweiz) zu tun. Damian Ott (Nordostschweiz) muss gegen Kilian Wenger (Bern), Schwingerkönig von 2010, ran. Ausserdem treten Matthias Aeschbacher (Bern) gegen Sven Schurtenberger (Innerschweiz) oder Fabian Staudenmann (Bern) gegen Domenic Schneider (Nordostschweiz) an. (hua)

Welche grossen Namen fehlen?

Ausgerechnet der letzte Schwingerkönig muss passen. Christian Stucki, der 2019 in Zug triumphierte, musste seine Saison verletzungsbedingt bereits abbrechen. Erst kürzlich gab zudem Armon Orlik Forfait. Der Bündner muss wegen anhaltender Rückenprobleme aussetzen. Und auch der Innerschweizer Pirmin Reichmuth fährt nicht ans Kilchberger. Der Zuger erlitt im Training einen weiteren Kreuzbandriss.

Wer sind die letzten Gewinner?

Vor sieben Jahren triumphierte der Berner Matthias Sempach. 2008 war es sein Berner Verbandskollege Stucki, der mit einem Gestellten im Schlussgang gegen Sempach knapp die Nase vorne hatte. 2002 triumphierte Jörg Abderhalden, der dreifache Schwingerkönig, als er sich am Kilchberger als erster Schwinger überhaupt den «Grand Slam» sicherte (Schwingerkönig, Unspunnensieg und eben Kilchberger). Der einzige Schwinger, der das Fest zweimal in seiner Karriere gewinnen konnte, war die Nordostschweizer Schwing-Legende Karl Meli (1967 und 1973).

Eigenheiten des Kilchberger

Wie bereits erwähnt sind nur 60 Schwinger zugelassen, sie alle bekommen eine Einladung. Dasselbe gilt für die Zuschauer, es sind «allesamt verdiente Mitglieder von Schweizer Schwingclubs», wie auf der offiziellen Website geschrieben steht. Ausserdem können die Schwinger am Anlass keine Kränze gewinnen wie an anderen Festen. Der Sieger des Festes bekommt den Muni Harald, alle anderen anwesenden Schwinger gehen aber nicht leer aus, sie erhalten einen Preis im Wert von mindestens 1000 Franken. 160’000 Franken sind die Preise im Gabentempel wert. Hinzu kommt, dass der Schwinger, der am schönsten schwingt, eine teure Uhr ausgehändigt bekommt.

Das ist Sieger-Muni Harald. 

Das ist Sieger-Muni Harald.

Kilchberger Schwinget

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

0 Kommentare