Verlust: Die A380 bleibt das Sorgenkind
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VerlustDie A380 bleibt das Sorgenkind

Die immensen Verluste der Fluggesellschaften haben Airbus bisher nicht ins Trudeln gebracht. Dank seinem Auftragspolster steuert der europäische Flugzeug- Hersteller sicher durch die Krise.

Im ersten Quartal stieg der Umsatz auf 6,24 (Vorjahresperiode: 5,88) Mrd. Euro. Allerdings drückten ungünstige Wechselkurse und die Produktionsprobleme beim Super-Airbus A380 kräftig den Gewinn.

Der Ertrag vor Zinsen, Steuern, Buchwertabschreibungen und Sondereffekte sank von 89 auf 7 Mio. Euro. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Quartalsbericht des Airbus-Mutterkonzerns EADS hervor.

Der Airbus-Auftragsbestand stieg im ersten Quartal von 339,7 auf 366,1 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet Airbus trotz der Luftfahrtkrise weiter mit Aufträgen für 250 bis 300 Flugzeuge. Die Zahl der Auslieferungen soll in etwa auf dem Rekordniveau des Vorjahres von 498 Flugzeugen liegen.

Ein Sorgenkind bleibt die A380. Weil der Weg zur Serienfertigung schwieriger ist als geplant, hatte Airbus 2009 nur zehn Exemplare ausgeliefert, zwei weniger als 2008. Auch im ersten Quartal 2010 gingen nur drei A380 an die Kunden.

EADS-Finanzchef Hans Peter Ring zeigte sich aber optimistisch, dass im Gesamtjahr mehr als 20 Maschinen abgeliefert werden. Airbus bekomme die Produktionsprobleme zunehmend in den Griff, sagte Ring in einer Telefonkonferenz. Im Einsatz habe das Flugzeug seine Reife bewiesen. Weitere Rückstellungen für die A380 seien nicht geplant.

Gefragte Langstrecken-Flugzeuge

Die Zivilsparte von Airbus steigerte ihren Umsatz im ersten Quartal von 5,47 auf 5,99 Mrd. Euro. Der Grund: Die Zahl der Auslieferungen stieg im Jahresvergleich von 116 auf 122 Maschinen.

Wegen der hohen Nachfrage nach den Langstrecken-Flugzeugen A330 und A350, die 80 Prozent der Aufträge ausmachten, schwoll das Orderbuch um 20 auf 346,2 Mrd. Euro an, obwohl die Stückzahl von 3488 auf 3426 Maschinen sank. Noch vor dem Jungfernflug der A350 liegen bereits Bestellungen für 530 Maschinen vor.

Keine Airbus-Aufträge storniert

Anders als im Vorjahr wurden keine Airbus-Aufträge storniert. Doch der Dollarkurs verhagelte im Zivilgeschäft die Gewinne. Das Betriebsergebnis sackte von 205 auf 6 Mio. Euro ab, weil die Wechselkurse mit einem Minus von 400 Mio. Euro zu Buche schlugen.

Das Militärgeschäft sah im ersten Quartal Höhen und Tiefen. Der Umsatz von Airbus Military sank zwar von 456 auf 384 Mio. Euro, und es gab keine Neubestellungen.

Allerdings wurde ein Betriebsgewinn von 1 Mio. Euro ausgewiesen - dank des Flugtankergeschäfts mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein Jahr zuvor war wegen der Rückstellungen für den Militärtransporter A400M noch ein Betriebsverlust von 116 Mio. verbucht worden.

(sda)

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