Badeunfälle: Die Aare lockt – ist aber unberechenbar
Aktualisiert

BadeunfälleDie Aare lockt – ist aber unberechenbar

Die Temperaturen locken zum Schwumm in der Aare. Lebensretter warnen vor den Gefahren.

von
Pedro Codes
Ab Mittwoch wieder möglich: Aare-Fahrt auf dem aufblasbaren Schlauch.

Ab Mittwoch wieder möglich: Aare-Fahrt auf dem aufblasbaren Schlauch.

Ab Mittwoch können sich Wasserratten auf Gummireifen, sogenannten Tubes, von Uttigen nach Bern treiben lassen. Daneben suchen auch Schlauchbootkapitäne, Aaresurfer, Stand­-up-Paddler und Schwimmer ihren Spass im Fluss.

Die jüngsten Badeunfälle in Basel und Wädenswil ZH zeigen aber, wie gefährlich das verlockende Nass sein kann. Bern blieb heuer noch von Tragödien verschont. Aber: Laut einer Statistik der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) ereignen sich im Kanton Bern am zweithäufigsten tödliche Badeunfälle.

Viele heikle Zonen

«Wie jeder Fluss kann auch die Aare unberechenbar und gefährlich sein», warnt Bernhard Fleuti von der SLRG. Sie sei gespickt mit heiklen Zonen. Gefürchtet bei Gummiböötlern ist etwa die Uttiger-Welle. Schwimmer hingegen sollten sich vor dem Strudel unterhalb des beliebten Campings Eichholz, dem sogenannten Knechtenloch, in Acht nehmen.

Die Sanitätspolizei Bern musste in den wenigen warmen Tagen bereits zu einem grösseren Einsatz auf der Aare ausrücken. «Wegen einem der dümmsten Fehler, die man auf Fliesswasser begehen kann», sagt Thomas Rohrbach von der Sanitätspolizei Bern. Freizeitkapitäne hätten zwei Gummiboote aneinandergebunden. Diese verfingen sich an einer Brücke, kippten und drückten die Insassen an den Pfeiler. Ebenfalls gefährlich sind Alkohol und das Ignorieren der Auswasserungsstellen.

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