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Kapital-AusstellungDie älteste Aktie der Welt in Zürich

Staatsanleihen, Aktien und Public Private Partnerships – alles Erfindungen des modernen Kapitalismus? Weit gefehlt: Diese Instrumente wurden schon im Mittelalter erfunden.

von
egg

Für Freunde und Feinde des Kapitalismus lohnt sich ein Gang ins Landesmuseum: Heute eröffnet das Landesmuseum Zürich die Ausstellung «Kapital. Kaufleute in Venedig und Amsterdam». Modelle, Gemälde, nautische Instrumente, historische Kleider und Filme erzählen von der Entstehung unseres Wirtschaftssystems, des Kapitalismus.

Der Fokus der Ausstellung liegt auf den Kapitalisierungs- und Finanzinstrumenten, die ab dem späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit erfunden wurden, aber auch auf den Kaufleuten und Händlern, die diese Instrumente erfanden.

Finanzierungsinstrumente stammen aus Mittelalter

Dabei spielen Venedig ab dem 13. und Amsterdam im 17. Jahrhundert eine bedeutende Rolle. Kaufleute beider Städte erfanden für ihren Handel und Fernhandel Finanzierungsinstrumente, die wir noch heute nutzen. Beide Städte nahmen Risiken auf sich, bauten Handelsschiffe, erlitten Verluste, erzielten aber auch hohe Gewinne. Beide investierten mit zunehmendem Reichtum in Kunst und Pracht, bevor ihre Blütezeit zu Ende ging.

Internationale Leihgaben aus Italien und den Niederlanden – die meisten von ihnen erstmals in der Schweiz ausgestellt – erzählen die Geschichte des Kapitalismus und erzählen, ab wann und warum zum Beispiel die doppelte Buchführung entwickelt wurde. Oder seit wann die heute vieldiskutierte staatliche Kreditaufnahme existiert. Auch der Wechsel, der Geld zu Papier und Papier zu Geld werden liess, oder die Entstehung der Zentralbanken werden thematisiert.

«KAPITAL. Kaufleute in Venedig und Amsterdam»

Schweizerisches Landesmuseum, Zürich

14.09.2012 – 17.02.2013

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