Von 9000 auf 0: Die Ära Blockbuster geht zu Ende
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Von 9000 auf 0Die Ära Blockbuster geht zu Ende

Blockbuster, einst die grösste Videothekenkette der Welt, schliesst Anfang 2014 die letzten Filialen. Streaming-Angebote im Internet haben dem US-Konzern den Garaus gemacht.

von
tob
Bald werden keine DVDs mehr eingeräumt: Die US-Videothekenkette Blockbuster hatte einst mehr als 9000 Filialen. Anfang 2014 machen die Letzten dicht.

Bald werden keine DVDs mehr eingeräumt: Die US-Videothekenkette Blockbuster hatte einst mehr als 9000 Filialen. Anfang 2014 machen die Letzten dicht.

Anfang Januar würden die letzten etwa 300 US-Filialen von Blockbuster geschlossen. Auch der Versand von DVDs und Videos werde eingestellt, teilte Konzernmutter Dish in Englewood im US-Bundesstaat Colorado mit. Gemäss Medienberichten verlieren etwa 2800 Angestellte ihre Arbeit. Als Streamingservice soll es Blockbuster weiterhin im Netz geben.

Genau diese Dienste, bei denen man Filme einfach zu Hause über das Internet runterladen kann, haben den Videotheken den Garaus gemacht. Die 1985 gegründete Kette war mit einst mehr als 9000 Läden und Milliardenumsatz die Königin unter den Verleihern.

DVDs brachten Aufwind

Millionen versorgten sich in den Geschäften mit der gelben Schrift auf blauem Grund mit einem Film für den Abend und gleich noch mit Pommes-Chips und Glace. Auch Videospiele gab es zu leihen. Der Wechsel von der Videokassette zur digitalen DVD hatte Blockbuster um die Jahrtausendwende noch einmal einen Schub gegeben.

Doch die Umsätze brachen mit dem Aufkommen der Streamingdienste ein und die Läden wurden zu Hunderten geschlossen. Im Frühling 2011 hatte Dish Network, ein Anbieter von Satellitenfernsehen, den siechenden Branchenriesen ersteigert.

Blockbuster bleibt im Netz

«Das ist kein leichter Entscheid, aber die Kunden fordern klar den Wechsel zum digitalen Vertrieb der Videounterhaltung», sagte Dish-Präsident Joseph P. Clayton zur Aufgabe der Geschäfte: «Auch wenn die Läden schliessen, bleibt die Marke Blockbuster bestehen. Wir erwarten, dass wir unseren Onlinedienst weiter ausbauen können.» (tob/sda)

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