Aktualisiert

Organisierte BandenDie Airbag-Räuber aus dem Osten

In der Schweiz klauen organisierte Banden aus Osteuropa Airbags aus Autos. Vor allem in den Kantonen Zug, Luzern und Aargau. Allein im letzten halben Jahr wurden dort 50 solcher Diebstähle registriert.

von
uwb

(Video: Keystone)

Noch tappt die Polizei im Dunkeln wer genau hinter den sich häufenden Diebstählen von Airbags aus den Personenwagen steckt. Sie vermutet aber, dass es sich um organisierte Banden aus Osteuropa handelt, wie Roland Pfister, von der Aargauer Kantonspolizei erklärt.

Die Diebe seien professionell und verfügten über das notwendige technische Wissen zum Knacken eines Autos und demontieren von Airbags. Die Diebstähle fänden jeweils nachts in geschlossenen Garagen statt. Man sehe und höre die Täter also nicht. Die Polizei gehe davon aus, dass die Diebe zuvor die möglichen Tatorte genaustens auskundschaften, sagt Pfister.

Der Veloairbag

Das Geschäft mit den Airbags sei offensichtlich lukrativ, weiss Marcel Schlatter, Sprecher der Zuger Kantonspolizei. Man gehe davon aus, dass die Täter die Airbags jeweils noch in der Tatnacht ausser Land schafften. Die Airbags im Wert von bis zu 1000 Franken würden dann dazu verwendet, um in Osteuropa Unfallwagen wieder aufzumotzen. Geklaut werden Lenkrad-Airbags, weil diese innert zehn Sekunden ausgebaut werden können. Betroffen sind vorwiegend teure Autos der Marken BMW, Audi oder Mercedes.

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