Amy Macdonald: «Die alten Schulkollegen sind neidisch»

Aktualisiert

Amy Macdonald«Die alten Schulkollegen sind neidisch»

In keinem anderen Land ist Amy Macdonald so erfolgreich wie in der Schweiz. 20 Minuten traf sie
in Zürich zum Interview.

von
Niklaus Riegg

Wenn man dich trifft, bist du immer sehr fröhlich und zufrieden. Doch wieso lachst du nie in deinen Videos oder auf den offiziellen Fotos?

Amy Macdonald: Die Fotos, auf denen ich lache, werden immer aussortiert! Der Mann, der beim Label für mich verantwortlich ist, denkt, ich sehe besser aus, wenn ich nicht lache.

Ist das der gleiche, der dir ein neues Styling verpasst hat? Du bist sexyer geworden.

Danke! Aber hier ist es genau umgekehrt. Bei meinen ersten Shootings hatte ich einen Stylisten, der alles für mich zusammenstellte. Doch jetzt trage ich endlich meine eigenen Kleider.

Einer der Songs auf deinem neuen Album heisst «An Ordinary Life». Kennst du das normale Leben überhaupt noch?

Ich ziehe mich nicht an wie Lady GaGa und benehme mich nicht wie Amy Winehouse. Dementsprechend uninteressant bin ich für viele Leute. Sogar zuhause in Glasgow kann ich unerkannt shoppen gehen.

Trotzdem dürfte sich dein Leben verändert haben. Hast du seit deinem Erfolg auf einmal viel mehr neue Freunde?

Nein, ich hänge immer noch mit meinen zwei besten Freunden von früher herum. Aber viele aus der Schule reden heute schlecht über mich. Sie sind offensichtlich neidisch.

Warum bist du in der Schweiz so erfolgreich?

Ich habe keine Ahnung. Man hat mir gesagt, dass ihr hier echte Musiker mögt. Und ich bin halt eine Sängerin ohne Spezialeffekte.

Dein Spezialeffekt ist, dass du keinen Spezialeffekt hast.

Mist, jetzt hast du mein Geheimnis gelüftet!

Neuer Sound

Am 5. März erscheint das neue Album «A Curious Thing» von Amy Macdonald – 20 Minuten hat es bereits gehört. Die Songs sind viel opulenter und einiges rockiger als auf Macdonalds Erfolgsdebüt «This Is the Life». Die 22-Jährige ist in den letzten Jahren musikalisch hörbar gereift, die Songs erinnern an The Killers oder Coldplay – trotzdem bleibt die Schottin unverwechselbar.

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