Aktualisiert 23.01.2015 14:53

Houston

«Die Amerikaner fiebern mehr mit»

René Eisenring hat den Startplatz am Houston Marathon gewonnen. Wie ist es ihm beim Lauf ergangen?

von
gss
René Eisenring ist mit einer Spitzenzeit von 02:44:56  ins texanische Ziel gelaufen. Wir gratulieren!

René Eisenring ist mit einer Spitzenzeit von 02:44:56 ins texanische Ziel gelaufen. Wir gratulieren!

20 Minuten: René Eisenring, 42 Kilometer zu rennen ist kein Kinderspiel. Wie haben Sie sich vorbereitet?

Ich bin ein passionierter Läufer und habe schon 15 Marathons absolviert. Somit war die kurze Vorbereitungszeit von 10 Wochen nicht allzu schlimm für mich. Mit langen 30-Kilometer-Läufen in gemässigtem Tempo habe ich mich in Form gebracht.

War Joggen schon immer eine Leidenschaft von Ihnen?

Im Gegenteil. Früher war ich ziemlich übergewichtig. An meinem 30. Geburtstag wusste ich, dass ich etwas verändern wollte. Ich habe meine Ernährung umgestellt und bin losgerannt. Heute halte ich es kaum aus, wenn ich einmal zwei Wochen nicht joggen darf.

Wie haben Sie die Stimmung am Marathon empfunden?

Die Amerikaner sind tolle Motivatoren. Schon frühmorgens waren die Strassen voller Zuschauer, um die Läufer anzufeuern. Mit Sprüchen wie «Keep going, you're looking great» wurden auch noch die Allerletzten ins Ziel gepusht. Ich habe diese Zurufe und die positive Energie enorm genossen.

Sind Sie zufrieden mit Ihrer Leistung?

Die deftige texanische Küche hat mir eine leichte Mahlzeit vor dem Start erschwert. So bin ich trotz Pizza auf dem 38. Rang gelandet und durfte als zweitbester Europäer durchs Ziel rennen, was mich enorm freut.

Gratulation! Welcher Marathon steht als Nächstes an?

Im Frühling starte ich in Hamburg. Mein Traum ist es, einmal den New York City Marathon zu rennen. Das hat aber noch Zeit, Houston war ein toller Vorgeschmack.

René Eisenring hat bei der Skechers-Verlosung den Startplatz am Houston-Marathon gewonnen. Er hat schon mehrere Marathons hinter sich, der Lauf in Texas gehört aber zu den Highlights. «Die Amerikaner fiebern mehr mit, als die Schweizer», so der begeisterte Jogger.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.