Aktualisiert 03.08.2012 15:56

Nummer-1-Position Die andere Seite der Goldmedaille

Für Roger Federer geht es beim olympischen Tennisturnier um mehr als Gold. Mit Novak Djokovic liefert sich der Schweizer erneut ein heisses Duell um die Nummer 1.

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Beim olympischen Halbfinal ging es für Roger Federer nicht nur um den Einzug ins Endspiel und das angestrebte Gold. Der Schweizer lief Gefahr, die nach seinem Wimbledon-Triumph wiedergewonnene Nummer-1-Position in der Weltrangliste zu verlieren. Ein Altbekannter lauert: Novak Djokovic. Mit dem Finaleinzug ist die Gefahr noch nicht gebannt, aber zumindest verkleinert.

Mit dem Final-Triumph über Andy Murray (4:6, 7:5, 6:3 und 6:4) gewann Federer nicht nur zum siebten Mal Wimbledon und seinen 17. Grand-Slam-Titel. Er besiegelte damit auch seine Rückkehr auf den Tennisthron – erstmals seit Mai 2010. Seine 286. Woche an der Spitze der Weltrangliste ist geschafft und der Rekord von Sampras egalisiert und mittlerweile übertroffen.

Federer hat nur 75 Punkte Vorsprung

2000 Punkte wurden Federer nach Wimbledon auf seinem Punktekonto gutgeschrieben, 1,7 Millionen Franken auf einem anderen Konto. Geld interessiert hier aber nicht. Novak Djokovic büsste aufgrund seiner Halbfinal-Niederlage gegen den Schweizer 1280 Punkte ein. Als Vorjahressieger hatte der Serbe 2000 Punkte zu verteidigen, kriegte für seine Halbfinalteilnahme aber nur deren 720. So luchste Federer Djokovic die Nummer 1 Anfang Juli ab – mit gerade einmal 75 Punkten Unterschied.

Zwischen Wimbledon und Olympia haben weder Federer noch Djokovic Punkte auf der ATP-Tour gesammelt. Nun stehen die Weltnummern 1 und 2 bei den Olympischen Spielen im Halbfinal. Auch dort sind Punkte zu vergeben – jedoch nur im Einzel. Für Gold sind es 750, für Silber 450 und für Bronze 340. Der vierte Platz bringt noch 270 Zähler ein.

Djokovic muss Federer auf jeden Fall schlagen

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Federer die Nummer 1 behalten kann: Verpasst Djokovic den Final, bleibt Federer in jedem Fall die Nummer 1. Stehen sich die beiden im Endspiel gegenüber, dann braucht Federer auf jeden Fall einen Sieg, sonst geht der Serbe mit 225 Punkten in Front.

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