Aktualisiert 20.06.2018 07:27

Bierwanderung

Die Angetrunkenen nahmen die Seilbahn

Die erste Zürcher Bierwanderung führte vom Uetliberg auf die Felsenegg. Fünf Brauereien haben ihre besten Hopfensäfte ausgeschenkt.

von
tam

Auf dem Uetliberg fand die erste Zürcher Bierwanderung statt. (Video: tam)

Auf dem Uetliberg begegnete man kürzlich schon in den frühen Morgenstunden einigen Wanderern, die einen Bier-Humpen um den Hals trugen. Gegen Mittag stieg die Zahl der Bierwanderer dann exponentiell an. Doch was trieb knapp 500 Humpenträger auf den Zürcher Hausberg?

Es war die erste Zürcher Bierwanderung. Sie führte vom Restaurant Uto Kulm zum Aussichtspunkt Felsenegg und dann hinunter nach Adliswil ZH – für die Angetrunkenen mit der Seilbahn. Den Humpen konnten die Wanderer auf der gut fünf Kilometer langen Strecke abermals füllen lassen. Das liessen sich die jungen und älteren Bierliebhaber nicht zweimal sagen, die einen Pauschalpreis von 55 Franken für den Event zahlten.

Die Sonne gab Durst

Zur Auswahl standen je drei Biersorten von fünf lokalen Brauereien. Darunter waren nicht nur bekannte Marken wie Schützengarten, sondern auch das Aargauer Seïs oder das Baarer Bier. Ausgeschenkt wurden neben dem hellen Lager auch erfrischende Pale Ales. Das war bitter nötig, denn die Hitze sorgte für trockene Kehlen.

Bei der Wanderung ging es aber nicht nur ums Trinken. Die Besucher haben sich für die verschiedenen Biersorten interessiert und konnten direkt bei den Brauern nachfragen, wie sie die Hopfensäfte herstellen. Diesen direkten Kontakt haben die Brauer laut den Organisatoren sehr geschätzt.

Schon früh waren die Bierfässer leer

«Mit so vielen Leuten habe ich nicht gerechnet», sagte einer der Brauer, der den ganzen Tag lang Bier im Akkord zapfte. An seinem Stand gab es das Indian Pale Ale bereits am Nachmittag nicht mehr. Dafür erhielt man eine Extraportion eines anderen Biers.

Wenn so viel getrunken wird, ist der Hunger nicht weit. Und auch da war das Angebot am Nachmittag nicht mehr so vielfältig. Beim Stand vor dem stillgelegten Restaurant Baldern etwa ging die letzte Portion Älplermagronen kurz nach Mittag über den Festbank. Wer später kam, musste mit Raclette und Würsten vorliebnehmen.

«Es wird eine zweite Ausgabe geben»

Die angeheiterte Stimmung führte dazu, dass für die eher kurze Strecke mit einer veranschlagten Marschzeit von gut einer Stunde doch bis zu sechs Stunden nötig waren, um ans Ziel zu gelangen. Doch die Gruppen, die aus Männern und Frauen im Alter zwischen 25 und 50 Jahren bestanden, hatten dabei sichtlich Spass.

Die Organisatoren sind sich deshalb sicher, dass es 2019 wieder eine Bierwanderung auf dem Uetliberg geben wird: «Wir haben uns über die positive Stimmung sowie das breite Zielpublikum gefreut.» Ebenso hätten mehrere Brauereien Interesse am Anlass gezeigt.

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