15.10.2020 06:22

Angela Merkel über Corona-Massnahmen«Die Ansagen sind nicht hart genug, um das Unheil abzuwenden»

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist unzufrieden mit den Beschlüssen, die am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten getroffen wurden.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisierte die Beschlüsse vom Mittwoch massiv. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisierte die Beschlüsse vom Mittwoch massiv.

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«Die Ansagen von uns sind nicht hart genug, um das Unheil von uns abzuwenden», sagte Merkel.

«Die Ansagen von uns sind nicht hart genug, um das Unheil von uns abzuwenden», sagte Merkel.

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Kanzlerin Angela Merkel appellierte an die Bevölkerung, die  neuen Massnahmen mitzutragen. «Ich persönlich bin einfach der Meinung, dass wir die Mittel in der Hand haben, uns dem Virus entgegenzustemmen und mit ihm umzugehen.»

Kanzlerin Angela Merkel appellierte an die Bevölkerung, die neuen Massnahmen mitzutragen. «Ich persönlich bin einfach der Meinung, dass wir die Mittel in der Hand haben, uns dem Virus entgegenzustemmen und mit ihm umzugehen.»

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Darum gehts

  • Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten getroffen.
  • Beim Treffen wurden einheitliche Regeln für Gebiete mit hohen Infektionszahlen getroffen.
  • Jetzt übt Merkel Kritik.

Aus Sorge vor einer unkontrollierbaren Ausbreitung der Corona-Pandemie mit unabsehbaren Folgen für Bürger und Wirtschaft verschärfen Bund und Länder die Gegenmassnahmen in Hotspots. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten verständigten sich am Mittwoch auf einheitliche Regeln für Städte und Regionen mit hohen Infektionszahlen. Dazu gehören eine Ausweitung der Maskenpflicht, eine Begrenzung der Gästezahl bei privaten Feiern, Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und eine Sperrstunde für die Gastronomie.

Merkel war nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur mit den Beschlüssen jedoch unzufrieden und kritisierte sie massiv. «Die Ansagen von uns sind nicht hart genug, um das Unheil von uns abzuwenden», sagte die CDU-Politikerin nach übereinstimmenden Angaben von Teilnehmern am Mittwochabend während der Sitzung.

Mit den nun festgelegten Massnahmen würden Bund und Länder in zwei Wochen eben wieder hier sitzen. «Es reicht einfach nicht, was wir hier machen.» Die Grundstimmung sei, dass sich jedes Land ein kleines Schlupfloch suche. «Das ist das, was mich bekümmert. Und die Liste der Gesundheitsämter, die es nicht schafft, wird immer länger.»

Hier kannst du nachlesen, welche Vereinbarungen getroffen wurden.

(woz/reuters)

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