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WetterDie April-Sonne schlug alle Rekorde

Der zu Ende gehende Monat geht in der Nordschweiz als einer der wärmsten Aprilmonate in die Geschichte ein. Insgesamt war der April 2009 im Norden einer der wärmsten drei seit 145 Jahren.

Mit einem Schlag sei der Frühling ins Land gezogen und habe den Norden mit weit übernormalen Tagesmitteltemperaturen verwöhnt, teilte der Wetterdienst MeteoSchweiz am Mittwoch mit. Zugleich war es ungewöhnlich trocken.

Übernormale Tagesmitteltemperaturen herrschten vor allem in der ersten Aprilhälfte. Man habe sich im nördlichen Flachland eher Ende Mai oder Anfang Juni gewähnt, schreiben die Meteorologen, und weiter: «Der April war hier verbreitet rund vier Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt.» Insgesamt war der April 2009 im Norden einer der wärmsten drei Aprilmonate seit 145 Jahren. Im Süden hingegen sei die Apriltemperatur mit einem Überschuss von etwa zwei Grad weit weniger spektakulär gewesen.

Sommer knapp verfehlt

Auch bei den Tagesmaxima erreichte der Norden Spitzenwerte. So stieg das Thermometer im Norden auf bis 24 Grad, womit die Grenze für einen Sommertag von 25 Grad nur knapp verfehlt wurde, wie MeteoSchweiz bilanzierte. Im Tessin dagegen reichte es einzig am 22. April für einen Sommertag mit Tagesmaxima von leicht über 25 Grad.

Die Aprilwärme konnte vielerorts mit viel Sonne genossen werden. In der Nordschweiz und am Alpennordhang erreichte die Besonnung 115 bis sogar 160 Prozent der normalen Aprilwerte. «Es gab also deutlich mehr Sonnenstunden als normal», sagte Meteorologe Stephan Bader. Das trübe Nachsehen hatten das Wallis und das Tessin, welche nur 70 bis 100 Prozent der normalen Sonnenstunden erhielten.

Die Wärme sorgte zugleich für eine ausgeprägte Trockenheit. Bis zum 27. April rangiere der diesjährige April im Norden unter den fünf trockensten seit Messbeginn 1864, gab MeteoSuisse weiter bekannt. In Chateau d'Oex im Waadtland war es sogar der bisher trockenste, in Bern der zweittrockenste April. Der Regen der letzten Apriltage habe dort nur geringe Linderung gebracht. Anders die Lage auf der Alpensüdseite und in Teilen des Wallis: Dort setzten ab dem 26. April so heftige Niederschläge ein, dass in diesen Gegenden für den April ein Überschuss an Niederschlag verzeichnet wurde. (dapd)

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