Aktualisiert 08.09.2009 13:13

ArbeitsmarktDie Arbeitslosenquote klettert auf 3,6 Prozent

Im Kanton Aargau ist die Arbeitslosenquote im August im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 3,6 Prozent gestiegen. 11 068 Personen waren als arbeitslos gemeldet. Stark nahm die Zahl der Arbeitslosen im Alter zwischen 20 bis 24 Jahren zu.

In den sechs Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren 505 Personen mehr gemeldet als im Vormonat, wie das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) am Dienstag mitteilte. Die Zahl der Stellensuchenden nahm im gleichen Zeitraum um 547 auf 15 015 Personen zu.

Deutlich angestiegen ist die Zahl der Arbeitslosen unter 24 Jahren. In der Rezession würden immer überproportional viele junge Erwachsene ihre Arbeitsstelle verlieren, hält das AWA fest. Das Auslaufen zahlreicher Lehrverträge und das Ende des Schuljahres verstärke diesen Effekt.

Die Zahl der Arbeitslosen unter 20 Jahren stieg um 126 auf 753 Personen. Die Arbeitslosenquote in dieser Altersklasse kletterte um 0,6 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent.

Bei den 20- bis 24-Jährigen waren Ende August 1873 Personen arbeitslos - 206 Personen mehr als im Juli. Die Quote stieg um 0,8 Punkte auf 7,0 Prozent. Ein so hoher Wert in dieser Altersklasse war letztmals im Januar 2005 erreicht worden. Im Januar 2004 hatte die Quote 7,3 Prozent betragen.

77 Betriebe neu mit Kurzarbeit

Im vergangenen Monat beantragten 77 Betriebe die Einführung von Kurzarbeit. Damit sind 2519 Mitarbeitende allenfalls von Kurzarbeit betroffen. Mit den Bewilligungen aus den Vormonaten konnten im August 10 680 Personen von Kurzarbeit betroffen sein.

(sda)

Kurzarbeit im Juni stagniert

Nach dem starken Anstieg der Kurzarbeit Anfang Jahr ist sie im Juni in vielen Unternehmen offenkundig ausgelaufen: Im Juni waren 58'749 Personen in Kurzarbeit, 1,9 Prozent weniger als im Vormonat. Die Zahl der ausgefallenen Arbeitsstunden gingen um 0,6 Prozent auf rund 3,1 Millionen zurück. Leicht gestiegen ist im Juni - aktuellere Zahlen liegen dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) nicht vor - die Zahl der betroffenen Betriebe, nämlich um 0,9 Prozent auf 3371.

Diese «Stagnation auf hohem Niveau» zeige, dass die Unternehmen an die Zukunft glaubten, sagte der Leiter der Direktion für Arbeit im SECO, Serge Gaillard, auf Anfrage.

Vor einem Jahr waren 46'530 Ausfallstunden registriert worden, welche sich auf 566 Personen in 55 Betrieben verteilt hatten. Die Zahl der Personen, die im Juni ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung ausgeschöpft hatten, belief sich auf 1488. Vor einem Jahr waren es 1192 gewesen.

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