Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosigkeit nimmt zu

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ArbeitsmarktDie Arbeitslosigkeit nimmt zu

Im Dezember gabs in der Schweiz wieder mehr Menschen ohne Job. Die Quote stieg im vergangenen Monat um 0,2 auf 3,3 Prozent. Ein Anzeichen dafür, dass sich der Markt verschlechtert.

Die Situation auf dem Schweizer Arbeitsmarkt trübt sich zum Jahresende ein. Im Dezember stieg die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent. Saisonbereinigt betrug der Zuwachs 0,1 Prozentpunkte.

Die Zahl der Arbeitslosen stieg um 9553 auf 130'662, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht diese Zahl jedoch noch immer einem Rückgang um 17 974 Personen. Auch die Arbeitslosenquote hatte im Dezember 2010 mit 3,8 Prozent noch deutlich höher gelegen.

Im Jahresdurchschnitt lag die Arbeitslosenquote 2011 mit 3,1 Prozent 0,8 Prozentpunkte unter dem Wert von 2010. Das Seco hatte Anfang 2011 noch mit einer Quote von 3,4 Prozent gerechnet.

Positive Bilanz

2011 sei für den schweizerischen Arbeitsmarkt insgesamt ein gutes Jahr gewesen, sagte Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Der starke Rückgang der Arbeitslosenquote nach der Finanzkrise sei im Sommer jedoch wegen des starken Frankens zum Stillstand gekommen. «Seit Oktober beobachten wir einen kontinuierlichen Anstieg», sagte Gaillard.

Dieser Trend wird sich gemäss den Prognosen des Seco im laufenden Jahr fortsetzen. «Wir gehen davon aus, dass die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit bis Ende Jahr ansteigt», erklärte Gaillard. Grund dafür sei neben dem nach wie vor starken Franken die wirtschaftliche Unsicherheit in Europa. Im Jahresdurchschnitt gehen die Ökonomen des Bundes für 2012 von einer Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent aus.

Baubranche entscheidend

Für den Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember war vor allem die Bauwirtschaft verantwortlich. Laut Serge Gaillard erklärt dies auch den überdurchschnittlichen Zuwachs der Arbeitslosenquote unter den ausländischen Arbeitskräften. Diese legte um 0,6 Prozentpunkte zu, verglichen mit 0,1 Prozentpunkten bei den Schweizern.

Auch den deutlichen Anstieg der Arbeitslosenquote im Kanton Wallis, welche um 1,4 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent zulegte, führt Gaillard im Wesentlichen auf die Entwicklung des Bausektors zurück.

(sda)

Weniger offene Stellen in der Finanzbranche

Auf dem Arbeitsmarkt der Schweizer Finanzbranche herrscht Flaute. Ende 2011 hatte der Sektor 3313 Stellen ausgeschrieben, was einem Rückgang um 15,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Gegenüber September ging das Stellenangebot um 3,5 Prozent zurück, wie aus dem quartalsweise erhobenen Job-Index des Finanzportals Finews und des Stellenportals JobDirectory hervorgeht, der am Montag publiziert wurde.

Besonders stark war der Rückgang bei den Banken, bei denen am Jahresende noch 1052 Stellen ausgeschrieben waren - 34,9 Prozent weniger als Ende 2010. Allerdings lag die Zahl leicht höher als im vorangegangenen Quartal, als die Branche einen deutlichen Einbruch bei den Stellenangeboten verzeichnete.

Diese Erholung ist laut dem Communiqué von Finews und JobDirectory im Wesentlichen auf die saisonale Ausschreibung von Hochschulpraktika bei den Grossbanken zurückzuführen.

Dennoch liegt das Stellenangebot der Banken weiterhin unter jenem der Versicherungen von 1134. Das sind zwar 7,2 Prozent weniger als im September, aber immer noch leicht mehr als im Vorjahr.

Zur Erhebung des Job-Index für die Finanzbranche werden die Stellenangebote auf den Webseiten von 1400 Unternehmen gezählt. Darunter finden sich neben Banken und Versicherungen auch Wirtschaftsprüfungs-, Informatik- und Beratungsunternehmen. (sda)

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