25.09.2014 19:39

Quartalsabschluss

Die Auf- und Absteiger der Super League

Ein Viertel der Fussball-Meisterschaft ist bereits wieder vorbei. Zeit für eine erste Bilanz. 20 Minuten präsentiert: fünf Aufsteiger und fünf Absteiger der Super League.

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sco/ete/pbt

In der Wirtschaftswelt ist es mittlerweile üblich, Quartalszahlen vorzulegen. 20 Minuten nimmt sich ein Beispiel und zieht eine erste Bilanz. Wer hat uns positiv überrascht? Von wem haben wir mehr erwartet? Eine gänzlich subjektive Auflistung:

Die Aufsteiger

Raphaël Nuzzolo (YB): Nach dem Abgang von Michael Frey (Lille) ist der in Neuenburg lebende Bieler auf bestem Weg, die neue YB-Identifikationsfigur zu werden. Als Argumente bringt der 31-Jährige neben seiner unaufgeregten Art vor allem Tore mit - schon fünf in neun Liga-Partien oder acht in 15 Pflichtspielen.

Davide Chiumiento (FCZ): «Als Offensivspieler zählt, wie viele Tore und Assists man erzielt. Da kam zu wenig von mir», blickte der Spielmacher des FCZ vor wenigen Tagen im Interview mit der «NZZ auf seine letzten Jahre zurück. Das ist heute anders: Der 29-Jährige schoss in dieser Saison schon fünf Tore - mehr als in den letzten dreieinhalb Jahren zusammen!

Urs Fischer (FC Thun): Marco Schneuwly weg, Luca Zuffi weg, Sekou Sanogo weg, Adrian Nikci weg, Benjamin Lüthi weg ... Als Thun-Trainer ist Urs Fischer der Sisyphos des Schweizer Fussballs. Mit dem kleinen Unterschied, dass er den Stein auch tatsächlich auf diesen Berg raufbuckelt.

Joël Mall (Aarau): Mit zehn Gegentoren ist die Aarauer Abwehr die zweitbeste der Liga. Das hat auch mit Joël Mall zu tun. Unglaublich, was der 1,93 m grosse Schlussmann allein am Mittwoch beim 0:0 gegen den FCZ alles hielt. «Das ist schliesslich mein Job», sagt der 23-jährige Badener ungerührt.

Taulant Xhaka (FC Basel): Einer der Fixpunkte in der rotblauen Zentrifuge. Er hat vielleicht nicht das Talent seines Bruders Granit. Aber seine Spielintelligenz, seine Einsatzfreude und seine Polyvalenz lassen Trainer Paulo Sousa nicht mal daran denken, ihn ohne Not aus der Startelf zu rotieren.

Die Absteiger

Michael Skibbe (GC): Letzte Saison noch erster Verfolger des FCB und Vize-Meister, jetzt krebst der Rekordmeister im unteren Tabellendrittel: Am zweitmeisten Gegentore, am zweitwenigsten Tore, und dazu noch der unsägliche Knatsch mit Captain Vero Salatic. Selbst wenn der Trainer diesen Machtkampf gewinnen sollte, bleibt er ein Verlierer.

Alex Frei (Luzern): Das Budget ist deutlich tiefer als vor einem Jahr, die Erwartungshaltung jedoch ist die gleiche. Weisst du noch, damals 1989? Nachdem 20 Minuten publik gemacht hat, dass der Vertrag mit Carlos Bernegger verlängert werden soll, steigt in der Krise der Druck auf den Sportchef.

Geoffrey Serey Die (Basel): Fixstarter unter Murat Yakin, an der WM dreimal in der Startelf der Elfenbeinküste und heute? 76 Minuten Spielpraxis, verteilt auf drei Meisterschaftsspiele. Der rustikale Balleroberer hat beim schöngeistigen FCB-Trainer Sousa schlechte Karten.

Alexander Merkel (GC): Der vielleicht talentierteste Fussballer der Liga (nach Yassine Chikhaoui, selbstverständlich!) kam in die Schweiz, um endlich wieder Fussball zu spielen. Bei Milan debütierte er mit 18 Jahren in der Champions League, via Genoa und Udinese landete er in der Championship (englische 2. Liga). «Ein Jahr als Stammspieler wird ihm gut tun», sagte GC-Trainer Skibbe vor Saisonstart. Die Realität sieht anders aus: In neun Partien spielte er nur einmal durch.

David Zibung (Luzern): Gut, hinter einer Innenverteidigung mit François Affolter oder Kaja Rogulj im Tor zu stehen, ist kein Vergnügen. Und so steht der 30-jährige Schlussmann sinnbildlich für die schwächste Defensive der Liga. Dass sich die Lokalpresse auf das Urgestein eingeschossen hat, wirkt auch nicht befreiend.

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Teleclub zeigt alle 180 Spiele der Super League, 140 davon exklusiv. Mehr Live-Fussball gibt es in der Schweiz nirgends zu sehen.

Samstag ab 17.25 Uhr:

Aarau - Basel

Samstag ab 19.55 Uhr:

St. Gallen - YB.

Sonntag ab 13.25 Uhr:

Luzern - Sion und

Thun - Vaduz.

Sonntag ab 15.55 Uhr:

FCZ - GC.

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