Schweizer Börse: Die Banken können stark zulegen
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Schweizer BörseDie Banken können stark zulegen

Die Schweizer Börse erholte sich heute auf breiter Front: Julius Bär und die beiden Grossbanken UBS und CS konnten sich bis am Nachmittag um zirka 10 Prozent verbessern.

Die massgeblichen Indizes SMI und SPI verbesserten sich bis am Nachmittag um bis zu 2,7 Prozent, nicht zuletzt dank markanten Kurssprüngen der Grossbanken. Auch im Ausland zeigten die Kurse aufwärts.

Die Schweizer Börse hatte bereits am Morgen mit deutlichen Kursgewinnen eröffnet. Der Swiss Market Index (SMI) verbesserte sich um bis zu 2,7 Prozent auf 6762,43 Punkte, und der breit abgestützte Swiss Performance Index (SPI) legte auf 5667,45 Zähler zu. Vor allem die in jüngster Vergangenheit wegen der Finanzkrise arg gebeutelten Bankentitel erlebten ein Kursfeuerwerk: Julius Bär schoss im Vergleich zum Vorabend bis am Nachmittag um bis zu 12,8 Prozent in die Höhe, UBS um 10,4 Prozent auf 20,90 Franken und Credit Suisse um bis zu 9,1 Prozent auf 44,30 Franken. Erhebliche Kursgewinne buchten auch Clariant (plus 9,4 Prozent), Swatch und Richemont (plus 6,6 beziehungsweise 5,7 Prozent) sowie Holcim (plus 5,1 Prozent).

Nur Roche und Syngenta lagen leicht im Minus

Deutlich in der Gewinnzone standen auch die Versicherungen samt der am Vortag zeitweise abgestraften Swiss Re. Von den Blue Chips lagen einzig Syngenta und der Roche-Genussschein leicht im Minus, während Novartis nach gutem Halbjahresabschluss vorübergehend um bis zu 2,8 Prozent höher bewertet wurde.

Deutlich freundlicher präsentierte sich auch der Frankfurter Aktienmarkt. Der Leitindex DAX stand am Nachmittag bei 6.317 Zählern und damit 2,6 Prozent höher als am Vormittag. Auch hier standen die Finanzwerte auf der Gewinnerseite. Kursgewinne gab es auch in Mailand, Paris und London.

Sinkender Ölpreis trägt zur Erholung bei

In New York eröffnete der Dow-Jones-Index ausgewählter Industriewerte, der am Vortag bereits 2,5 Prozent zugelegt hatte, höher und stand nach rund 20 Minuten um 0,7 Prozent im Plus. Zuvor hatte in Tokio bereits der Nikkei-Index um ein Prozent auf 12 887 Punkte zugelegt.

Die freundlichere Börsenstimmung wurde im Handel vor allem darauf zurückgeführt, dass der Ölpreis einen Sinkflug begonnen habe. Zudem habe am Vortag der besser als erwartet ausgefallene Quartalsabschluss der US-Bank Wells Fargo stimulierend gewirkt und an der Wall Street zu einer eigentlichen Rally geführt. Am Donnerstag gab es in Deutschland zudem Spekulationen über den angeblich unmittelbar bevorstehenden Verkauf der Allianz-Tochter Dresdner Bank. (dapd)

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