«Basler Zeitung»: Die Basler Connection in einer Politaktion
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«Basler Zeitung»Die Basler Connection in einer Politaktion

Mit einem gefälschten Weihnachtsgutschein haben sich Unbekannte in Basel einen Jux erlaubt. Die Aktion steht wohl im Zusammenhang mit dem Beratermandat Christoph Blochers bei der BaZ.

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rn
Der Flyer für ein «Basler Zeitung»-Probeabo inklusive eine Familienpackung Basler Leckerli, den Unbekannte am Bahnhof Basel verteilten. Das Kleingedruckte zeigt, dass es sich um eine politisch motivierte Kunstaktion handelt.

Der Flyer für ein «Basler Zeitung»-Probeabo inklusive eine Familienpackung Basler Leckerli, den Unbekannte am Bahnhof Basel verteilten. Das Kleingedruckte zeigt, dass es sich um eine politisch motivierte Kunstaktion handelt.

Leser-Reporter

Leserreporterin Manuela Koller staunte nicht schlecht, als sie am Dienstagabend mit dem Zug am Bahnhof Basel ankam. Auf Gleis 16 verteilte eine Gruppe Flyer und rief dazu: «Basler Läckerli!» Auf dem Flyer wurde ein einmonatiges Abonnement der «Basler Zeitung» (BaZ) für fünf Franken feilgeboten und eine «Familien-Packung» Basler Läckerli im Wert von 23 Franken gratis dazu.

Bei der «Basler Zeitung» weiss man von dieser Aktion nichts, wie Verlagsleiter Paul Herzog auf Anfrage von 20 Minuten Online sagt: «Ein Monatsabo für fünf Franken würden wir nie anbieten.» Ein Schnupperabo der BaZ koste 40 Franken für acht Wochen.

Dass es sich beim Gutschein der «bis 30. November, 18.00 Uhr im Original Läckerli Huus» eingelöst werden kann, um einen Jux handelt, wird auf den zweiten Blick offensichtlich. Hinter dem Beschrieb «Basler Originale» für die BaZ und das Läckerli Huus steht ein Fragezeichen. Während das Läckerli Huus seit Jahren Christoph Blochers Tochter Miriam gehört, sorgte jüngst Blochers Berater-Engagement bei der BaZ für bissige Kommentare.

«Links einweichen, rechts kauen»

Im Kleingedruckten zeigt sich, dass die Aktion politisch motiviert ist. Die Beschreibung der Basler Läckerli lautet: «Das unverwechselbare Basler Traditions-Erzeugnis, hergestellt nach einem über Generationen überlieferten Hausrezept – hart im Biss, weich im Abgang – unerreicht im Einheitsgeschmack. Für Dentalgourmets: links einweichen, rechts kauen – geniessen Sie unsere zeitlose Verbindung aus kunst und politik!»

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