Aktualisiert 21.01.2016 12:17

Roger Federer

«Die beiden sollen lieber Skifahrerinnen werden»

Roger Federer ist nach seinem Erfolg gegen Alexander Dolgopolow in Plauderlaune. Er sagt, dass er seine Töchter dereinst lieber nicht auf der Tour sehen will.

von
kai

Roger Federer war bestens aufgelegt nach seinem klaren Dreisatz-Sieg gegen Alexander Dolgopolow, den er im Vorfeld als gefährlichen Gegner bezeichnet hatte. Besonders der Aufschlag funktionierte tadellos, gelangen ihm doch 25 Asse.

«Es war wichtig, bei diesen schnellen Bedingungen gut zu servieren und viele Erste im Feld zu haben. Dass ich so viele Asse schlug, hat mich aber etwas überrascht.» Entscheidend war für den 34-Jährigen der zweite Satz, den er 7:5 für sich entschied. «Das war äusserst wichtig, denn in einem Tiebreak kann viel passieren. Und wenn es plötzlich 1:1 in den Sätzen steht ...»

Der nächste Meilenstein?

Wie so oft hatte Federer Lust, im Platzinterview nicht nur den Match zu analysieren. So bewies er ein gutes Gedächtnis, indem er seinen ersten Grand-Slam-Match überhaupt – eine Niederlage in Paris gegen Patrick Rafter – und den ersten Sieg auf höchster Stufe gegen Michael Chang aufzählte, errungen vor 16 Jahren in Melbourne (wobei Federer dachte, es sei 17 Jahre her).

Wie viele Einzel er an Major-Turnieren bisher siegreich gestaltet hat, wusste der Basler hingegen nicht genau. Immerhin: «Ich habe letzte Woche gehört, dass ich hier ein Jubiläum feiern könnte. Bin ich bei 300 Siegen angelangt?», fragte Federer. So weit ist es noch nicht, er steht bei 299. Den nächsten Meilenstein könnte er als erster Spieler überhaupt mit einem Drittrunden-Erfolg gegen Grigor Dimitrov erreichen.

40 Jahre auf der Tour? Lieber nicht

Federer verriet bei der Gelegenheit auch, dass er seine sechsjährigen Zwillingstöchter Myla und Charlene nicht unbedingt in seinen Fussstapfen sehen will. «Ich wäre happy, wenn sie nicht auf diesem Platz enden würden», sagte er mit einem Lachen. Später präzisierte der Weltranglistendritte, dass er die beiden lieber in einem anderen Sport unterstützen würde, zum Beispiel als Skifahrerinnen. «Das wäre aufregend. Ich glaube nicht, dass 40 Jahre am Stück auf der Tennistour etwas für mich wären.»

Er glaube ohnehin nicht, dass seine Töchter denselben Weg wie er einschlagen würden. «Sie lieben Tennis nicht auf die Art, wie ich das tat. Sie nehmen die Lektionen momentan vor allem, weil Papa sagt, das sei eine gute Sache für sie.»

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