Bayern gegen Dortmund: Die beiden Verlierer messen sich im Supercup
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Bayern gegen DortmundDie beiden Verlierer messen sich im Supercup

In der Bundeliga mussten sowohl die Bayern als auch der BVB zuletzt empfindliche Niederlagen hinnehmen. Wer kann sich im Supercup rehabilitieren?

von
Laura Inderbitzin
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Erling Haaland schaut enttäuscht auf den Boden: Der BVB hat am Wochenende überraschend verloren. 

Erling Haaland schaut enttäuscht auf den Boden: Der BVB hat am Wochenende überraschend verloren.

Foto: Matthias Balk (Keystone/AP)
Auch Bayern München ging in der zweiten Bundesliga-Runde für einmal nicht als Sieger vom Platz. Der Rekordmeister und die Borussen treffen am Mittwoch im Supercup aufeinander.

Auch Bayern München ging in der zweiten Bundesliga-Runde für einmal nicht als Sieger vom Platz. Der Rekordmeister und die Borussen treffen am Mittwoch im Supercup aufeinander.

Foto: Christian Kaspar-Bartke (Getty Images)
Dortmund unterlag dem FC Augsburg – dem letztjährigen Tabellen-15. – 0:2.

Dortmund unterlag dem FC Augsburg – dem letztjährigen Tabellen-15. – 0:2.

Foto: Matthias Balk (Keystone/AP)

Der Supercup ist eigentlich ein Duell von Gewinnern. Die zwei besten Mannschaften der vergangenen Saison (im Normalfall Meister und Cupsieger, heuer wegen Bayerns Dominanz Meister und Vizemeister) treffen aufeinander und machen den ultimativ Besten unter sich aus.

Für gewöhnlich geht der Supercup kurz vor Saisonstart über die Bühne, die Teams sind noch vollgepumpt mit Selbstvertrauen aus der zu Ende gegangenen Spielzeit. Doch dieses Jahr ist das anders.

Weil die Corona-Pandemie den Fussballkalender auf den Kopf gestellt hat, findet das Spiel nun erst am Mittwoch (20.30 Uhr, live auf ZDF) statt – nach bereits zwei gespielten Bundesliga-Runden. Und die Rivalen Bayern München und Dortmund gehen alles andere als selbstbewusst ins Duell.

Kritik für Bayern und BVB

Beide Spitzenclubs mussten am Wochenende empfindliche Niederlagen hinnehmen. Bayern kassierte mit dem 1:4 gegen Hoffenheim die allererste Pleite in diesem Jahr, der BVB patzte beim 0:2 gegen den letztjährigen Tabellen-15. Augsburg. Und sowohl der Titel-Hamsterer als auch der Dauer-Herausforderer wurden danach harsch kritisiert.

Beide Teams gelobten Besserung für den Supercup in München, doch wer kann sich besser erholen? Bayern-Coach Hansi Flick sagte nach dem Hoffenheim-Spiel: «Wir werden die Dinge rausnehmen, die uns für die nächste Partie besser machen. Die Mentalität stimmte auch gegen Hoffenheim, und jetzt setzten wir den Fokus voll aufs Spiel gegen den BVB.»

Beim BVB sagte der Schweizer Trainer Lucien Favre: «Es ist schwer, diese Niederlage zu akzeptieren. Wir müssen mehr Geduld haben und mehr auf der Seite spielen gegen solche Mannschaften, wir haben zu wenig diagonal gespielt.» Auch Landsmann Manuel Akanji stellte fest: «Allgemein war das offensiv und defensiv zu wenig heute – wir müssen es besser machen.»

Die Dortmunder haben bessere Resultate gerade auswärts in München bitter nötig: Nach drei zuletzt peinlichen Liga-Auftritten in der Allianz-Arena, bei denen sie 0:6, 0:5 und 0:4 untergingen, sind sie in der Bringschuld. «Diese Leistungen, die wir in München zuletzt geboten haben, waren unterdurchschnittlich und nicht in Ordnung», sagte Sportdirektor Michael Zorc. Und er kündigt an: «Wenn wir jetzt wieder dahin fahren, wollen wir auch gewinnen

Ein Stürmer-Duell und viele Youngsters

Anders als am Sonntag in Hoffenheim wird Robert Lewandowski bei Bayern wieder in die Startformation zurückkehren. Das Duell des 32-Jährigen, der Favorit auf die Kür von «Europas Fussballer des Jahres» in dieser Woche ist, mit dem in Augsburg ausgebremsten Erling Haaland steht im Fokus. Lewandowski ist mit fünf Treffern der Supercup-Rekordschütze. Nicht nur für den 20-jährigen Haaland, sondern auch für die anderen Dortmunder Jungspunde wie Giovanni Reyna (17), Jude Bellingham (17) oder Jadon Sancho (20) steht in München eine Reifeprüfung an. Es ist aber gut möglich, dass Favre rotiert. So könnten Captain Marco Reus und Julian Brandt die Talente Reyna und Bellingham ersetzen. Von den Schweizern dürften Goalie Roman Bürki und Verteidiger Manuel Akanji ihren Platz in der Startformation auf sicher haben. (dpa)

(DPA)

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