1000. «Tatort»: «Die beste Rolle hatte der Keks»
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1000. «Tatort»«Die beste Rolle hatte der Keks»

Es war ein steiniger Weg, den die Kommissare im 1000.«Tatort» im Taxi nach Leipzig zurücklegen mussten. Wie gefiel den Zuschauern die gestrige Folge?

von
vis
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Seit 1970 wird die Krimi-Serie ausgestrahlt. Gestriges Thema? Kommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) und Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg) geraten in die Fänge von Taxifahrer Rainald Klapproth (Florian Bartholomäi).

Seit 1970 wird die Krimi-Serie ausgestrahlt. Gestriges Thema? Kommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) und Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg) geraten in die Fänge von Taxifahrer Rainald Klapproth (Florian Bartholomäi).

Das Erste
Dieser ist ein ehemaliger Soldat, der seit seinem Einsatz in Afghanistan stark traumatisiert ist. Rainald hat nur ein Ziel: Nach Leipzig fahren, um mit seiner Ex-Freundin zu reden, die bald seinen früheren Vorgesetzten heiraten wird.

Dieser ist ein ehemaliger Soldat, der seit seinem Einsatz in Afghanistan stark traumatisiert ist. Rainald hat nur ein Ziel: Nach Leipzig fahren, um mit seiner Ex-Freundin zu reden, die bald seinen früheren Vorgesetzten heiraten wird.

Das Erste
Es ist eine Berg- und Talfahrt, die mehrheitlich im Dunkeln spielt und so manches Opfer fordert.

Es ist eine Berg- und Talfahrt, die mehrheitlich im Dunkeln spielt und so manches Opfer fordert.

Das Erste

Gestern war ein historischer Moment in der TV-Geschichte: Die tausendste Sendung der Krimi-Reihe «Tatort» wurde im Fernsehen ausgestrahlt. Die Story? Die Kommissare Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) und Klaus Borowski (Axel Milberg) werden von einem ehemaligen Soldaten, der Taxi fährt, als Geiseln genommen. Dieser hatte nur ein Ziel: Leipzig, wo er sich an seiner Ex-Freundin rächen wollte.

Der Jubiläums-«Tatort» war eine Hommage an die erste, ebenfalls «Taxi nach Leipzig» betitelte Folge. Doch wie kam die Odyssee der beiden Kommissare und des traumatisierten Ex-Soldaten in der Presse und bei den Zuschauern an?

Schöner, böser Jubiläums-Schocker – aber zu wenig Humor

«Spiegel»: «Schöner, böser Jubiläums-Schocker», bilanziert das Traditionsblatt. Der Plausibilitätsfaktor sei hoch, da die Kommissare auf Menschenformat runtergefahren werden. Bewertung? Acht von zehn Punkten.

«Bild»: Das deutsche Newsportal geht der Kekskrümel-Szene auf den Grund. Dem mordenden Taxifahrer wirft Kommissar Borowski nämlich Kekskrümel ins Auge. Um das zu filmen, wurde eine Spezialkamera eingesetzt, die bis zu 1000 Bilder pro Sekunde schiesst. Diese Szene war auch für viele Zuschauer das Highlight der Folge, wie Sie in den untenstehenden Tweets sehen können.

«Stern»: Dieser «Tatort» habe es ermöglicht, in die Köpfe der Kommissare zu sehen und einen Blick in die Kindheit von Kommissarin Lindhom zu werfen. Der vom Kriegseinsatz geschädigte Taxifahrer liefere zudem eine beeindruckende Performance ab.

Was gemäss «Stern» stört? Die Folge habe ihren humoristischen Höhepunkt gleich zu Beginn, als Lindholm Boroswki ein Brötchen wegschnappt. Danach gebe es nichts mehr zu lachen. Etwas Humor wäre angesichts dieses bei Nacht spielenden «Tatorts» aber als Stimmungsaufheller nicht schlecht gewesen, so das Fazit.

Die Jubiläumsfolge erhält von den meisten Zuschauern gute Kritik:

Aber es gibt doch einige, die von der Folge nicht überzeugt waren:

Und eben: Der wahre Star des Abends war wohl doch der Keks.

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