Grundreinigung - Die besten Tipps für den Frühjahrsputz
Zugegeben, der Frühlingsputz gehört für die meisten von uns nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen – aber mit diesen Tricks wird es ein bisschen leichter.

Zugegeben, der Frühlingsputz gehört für die meisten von uns nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen – aber mit diesen Tricks wird es ein bisschen leichter.

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GrundreinigungDie besten Tipps für den Frühjahrsputz

Hast du den Frühjahrsputz noch vor dir? Dann haben wir ein paar wertvolle Tipps, die dir die Putzarbeit erleichtern werden.

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20 Minuten

Jedes Jahrs aufs Neue bringen wir pünktlich zum Frühlingsbeginn die eigenen vier Wände auf Vordermann: Es wird gründlich geputzt, selbst die hintersten Ecken werden von Staub befreit und alles strahlt mit der Sonne um die Wette.

Woher kommt der Frühjahrsputz eigentlich?

Bereits die alten Römer nutzten die Zeit vor dem Frühlingsbeginn, um ihre Mietshäuser und Villen blitzeblank zu putzen. So kommt es auch nicht von ungefähr, dass der zweite Monat des Jahres Februar heisst – wahrscheinlich abgeleitet vom lateinischen Begriff «februare» – reinigen. Zudem wurde in diesem Monat das grosse Reinigungsfest «Februa» gefeiert.

Die Tradition setzte sich fort und auch Jahre später war es gang und gäbe, dass die Menschen nach dem Winter den Russ entfernten, der sich durch das Heizen mit geschlossenen Fenstern selbst in den kleinsten Rillen festgesetzt hatte. Doch es geht beim Frühjahrsputz nicht nur um die reinigenden Aspekte – vielmehr spielen wohl auch psychologische Faktoren eine grosse Rolle. Wir möchten uns verabschieden von der tristen und grauen Jahreszeit und der Frühjahrsputz ist dafür ein adäquates Mittel. Zudem trägt Putzen zum Seelenfrieden bei, denn beim Putzen können wir unsere Gedanken sortieren und abschalten.

1. Erstmal ausmisten

Gerade wenn du eine kleine Küche hast, musst du dir genau überlegen, welches Geschirr und welche Küchengeräte du wirklich brauchst und was eigentlich nur Staubfänger ist.

Gerade wenn du eine kleine Küche hast, musst du dir genau überlegen, welches Geschirr und welche Küchengeräte du wirklich brauchst und was eigentlich nur Staubfänger ist.

Tina Dawson / Unsplash

Bevor du mit der Grundreinigung startest, räumst du deine Wohnung am besten gründlich auf. Schau in den Küchenschränken nach, ob dort Geschirr, Tupperware oder andere Küchenutensilien lagern, die du nicht mehr brauchst oder ewig nicht benutzt hast.

Auch im Kleiderschrank finden sich häufig ungetragene Kleidungsstücke, von denen du dich sicherlich getrost trennen könntest. Räume deinen Schreibtisch auf und löse dich von Staubfängern, die keinen Sinn und Zweck erfüllen. Ist das erledigt, dann hast du schon mal einen sehr grossen Teil geschafft.

2. Staubwischen muss sein

Schaffe zunächst Platz auf der Fläche, die vom Staub befreit werden soll. Schnapp dir einen Eimer mit warmem Wasser und einen Lappen. Vermeide aber Mikrofaser- und Baumwolltücher – sie könnten feine Oberflächen zerkratzen. Beachte, dass der Lappen nicht zu nass sein sollte, sonst könntest du empfindliche Oberflächen beschädigen.

Wische immer von oben nach unten. Wringe den Lappen zwischendurch immer wieder im Eimer aus. In der Regel benötigt man für das Staubwischen keine Reinigungsmittel. Wenn du dennoch welche verwenden willst, dann greife am besten zu milden Naturprodukten. Spezielle Staubwischtücher können die Arbeit erleichtern, sie eignen sich besonders, wenn es mal schnell gehen soll.

3. Fensterputzen leicht gemacht

Fenster putzen ist wichtig: Nur so kommt richtig viel Licht in deine Wohnung – und nur so kannst du richtig gut rausschauen. Und dafür sind die Fenster ja schliesslich da.

Fenster putzen ist wichtig: Nur so kommt richtig viel Licht in deine Wohnung – und nur so kannst du richtig gut rausschauen. Und dafür sind die Fenster ja schliesslich da.

Gantas Vaičiulėnas / Pexels

Wie bei so vielen Dingen im Leben, ist es auch beim Frühjahrsputz ratsam, systematisch vorzugehen. Kommen wir also zum Fensterputzen. Nimm erstmal die Vorhänge ab und reinige sie. Dann die Fenster: am besten geht das Fensterputzen mit einem speziellen Wischer oder einem Kärcher. Einen Kärcher gibt es relativ günstig bei Baumärkten, wie zum Beispiel Jumbo.

Wenn du absolut keine Lust auf Fensterputzen hast, oder die Zeit effektiver nutzen möchtest, dann könnte ein Fensterputz-Roboter der richtige Helfer sein – solche Geräte gibt es unter anderem bei Amazon. Ein einfaches Mikrofasertuch in Kombination mit warmem Wasser erfüllt aber auch voll und ganz seinen Zweck. Wenn sich hartnäckige Flecken nicht entfernen lassen wollen, dann greifst du am besten zum Glasreiniger. Fange mit dem Reinigen der Fensterrahmen an und arbeite dich zu den Fensterscheiben vor. Die Scheiben putzt du nass von oben nach unten. Wenn der grobe Schmutz entfernt ist, dann geht es ans Polieren mit dem Mikrofasertuch.

4. So glänzt der Boden endlich wieder

Bei der Bodenreinigung gibt es eine Faustregel, die du lieber beachten solltest: erst saugen, dann wischen. So vermeidest du, dass du den Staub einfach nur verteilst. Ausserdem wichtig: Beginne immer mit der Zimmerecke, die von der Zimmertür am weitesten entfernt ist und öffne ein Fenster, damit der Boden schneller trocknet. Besonders die Ecken sollten gründlich geschrubbt werden.

Vernachlässige auch nicht die schwer erreichbaren Stellen unter den Möbeln. Bist du fertig mit einem Raum, dann wechselst du am besten das Wischwasser. Du kannst Reinigungsmittel für hartnäckige Flecken verwenden, in der Regel reicht es aber mit warmem Wasser zu schrubben.

5. Prügel für den Teppich

Den Teppich solltest du erstmal gründlich saugen – anschliessend kannst du ihn draussen richtig gut ausklopfen.

Den Teppich solltest du erstmal gründlich saugen – anschliessend kannst du ihn draussen richtig gut ausklopfen.

The Creative Exchange / Unsplash

Sie sind die Staubfänger schlechthin und bedürfen einer Sonderbehandlung: Teppichböden. Schnapp dir deinen Staubsauger und sauge den Teppich mehrmals gründlich ab. Wenn das erledigt ist, nimm den Teppich mit auf den Balkon, die Terrasse oder halte ihn aus dem Fenster (nur kleine Teppiche). Dann verpasst du deinem Teppich eine ordentliche Tracht Prügel: So, dass nur so die Staubfetzen fliegen. Hier kann auch gerne ein Teppichklopfer zum Einsatz kommen. Grobe Staubflusen können danach mit der Hand entfernt werden.

Befindet sich ein hartnäckiger Fleck auf dem Teppich? Streue etwas Backpulver auf den Fleck und übergiesse ihn vorsichtig mit warmem Wasser. Nach ein paar Stunden kann man den Fleck dann vorsichtig abtupfen.

6. Jetzt ist die Küche dran

Küche und Bad stellen meistens eine besondere Herausforderung dar. Deswegen ein paar Tipps für Sie für die Reinigung der Küche:

Räume erstmal die Schränke aus und wische dort die Oberflächen ab. Anschliessend kommt der Kühlschrank: Auch der gehört komplett ausgeräumt, wenn möglich solltest du die Tablare und Regale ebenfalls herausnehmen und gründlich reinigen. Nun kommt der Herd, der Backofen und der Dunstabzug dran – hier solltest du unbedingt einen Fettlöser verwenden. Als letztes kommen die übrig gebliebenen Oberflächen und die Wände, sowie Schranktüren. Voilà!

7. Badezimmer flott machen

Im Badezimmer gibt es meist viel zu tun: Neben dem Abstauben gibt es hier Fliesenrillen zu reinigen und hartnäckige Kalkflecken.

Im Badezimmer gibt es meist viel zu tun: Neben dem Abstauben gibt es hier Fliesenrillen zu reinigen und hartnäckige Kalkflecken.

Karolina Grabowska / Pexels

Ähnlich wie bereits bei der Reinigung der Küche startest du auch im Badezimmer mit dem Auswischen der Innenbereiche der Schränke. Anschliessend geht es zu den komplizierten Geschichten: Dusche, Badewanne, Waschbecken und die Toilette. Für die Kalkentfernung kannst du übrigens auch Essig oder Zitronensäure verwenden. Denke auch an die Fliesen, Spiegel und Armaturen.

Für die Reinigung der Fliesen gehst du am besten folgendermassen vor:
Entferne zunächst mit einem Staubsauger oder Besen den oberflächlichen Schmutz auf den Fliesen. Gegen die Kalkflecken nutzt du am besten Essig- oder Zitronensäure. Hartnäckige Kalkstellen solltest du am besten ein paar Minuten einweichen lassen. Für die Fugen zwischen den Fliesen kannst du eine alte Zahnbürste verwenden. Sollten sich hartnäckige Flecken dagegen sträuben, sich entfernen zu lassen, dann greife zu härteren Mitteln: Streue ein wenig Backpulver und Essig über den Fleck. Das vertreibt auch die übelsten Flecken. Hast du Schimmel im Bad entdeckt? Da hilft dann nur noch ein chlorhaltiger Schimmelentferner. Achtung: Bei Gebrauch von starken Reinigungsmitteln und chlorhaltigem Schimmelentferner bitte unbedingt die Fenster öffnen.

8. Fast geschafft

Respekt! Du hast es schon fast geschafft. Die Grundreinigung ist abgeschlossen. Jetzt geht es nur noch um den Feinschliff und die letzten Details. Wie wäre es zum Beispiel mit ein paar Duftkerzen, die den Raum mit einem wohligen Geruch erfüllen? Oder ein paar Deko-Kissen? Belohne dich und verschönere deine Wohnung mit neuen Akzenten. Gerade nach dem Frühjahrsputz hat man einen ganz anderen Blick auf seine eigenen vier Wände.

9. Das wohl verdiente heisse Bad

Yes, du hast es geschafft! Gratuliere! Jetzt kannst du es dir gut gehen lassen – mit einem Bier oder einem warmen Bad. Oder mit einem Bier in der Badewanne, was auch immer dir gut tut.

Yes, du hast es geschafft! Gratuliere! Jetzt kannst du es dir gut gehen lassen – mit einem Bier oder einem warmen Bad. Oder mit einem Bier in der Badewanne, was auch immer dir gut tut.

CRYSTALWEED cannabis / Unsplash

Jetzt ist es an der Zeit, die Seele baumeln zu lassen und sich zu entspannen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem heissen Bad? Wenn die Sonne scheint, dann kann auch ein Bier oder ein Wein auf dem Balkon oder der Terrasse für Entspannung sorgen. Du weisst selbst am besten, wie du dich belohnen kannst. Der Frühjahrsputz ist jedenfalls erledigt – Zeit, die Füsse hochzulegen.

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