Schweizer Tourismus: Die besten Werbeplakate der letzten 100 Jahre

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Schweizer TourismusDie besten Werbeplakate der letzten 100 Jahre

Seit 100 Jahren wird für die Schweiz als Tourismusland geworben. Das Museum für Gestaltung in Zürich zeigt nun, wie sich die Plakate im Lauf der Jahre verändert haben.

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sda/lin

«Macht Ferien!» heisst die neue Ausstellung im Museum für Gestaltung in Zürich. (Video: SDA/Keystone)

Mit einem Himmel voller Plakate in seinem Schaudepot lädt das Museum für Gestaltung in Zürich zu einer Reise durch unser Land. «Macht Ferien!» heisst die Ausstellung zu «100 Jahre Tourismusmarketing Schweiz». Sie dauert vom 4. März bis 9. Juli.

Lachende Gesichter, beschwingte Skifahrer, Sonne und blauer Himmel, monumentale Brücken, gediegene Hotelkästen, einladend leere Strassen: Pathos und Sachlichkeit, Statik und Dynamik, Modernität und Putzigkeit spielen in den ausgestellten Werbegrafiken eine wichtige Rollen. Sie locken auf die Rigi, zum Matterhorn, nach St. Moritz oder Wengen, an den Genfersee oder nach Diepoldsau im Rheintal.

Plakate, Fotos, Filme

Die nationale Förderung des Schweizer Reiseverkehrs begann 1917 in Bern mit der Gründung der Schweizerischen Verkehrszentrale (SVZ, später Schweiz Tourismus). Die Ausstellung «Macht Ferien!» macht diese 100-jährige Geschichte fassbar.

Die Schau versammelt Plakate, Plakatentwürfe, Fotografien und Werbefilme. Als Ensemble vermitteln sie nicht nur künstlerische und grafische Kompetenz, sie widerspiegeln auch die politische und gesellschaftliche Entwicklung. Das Umbruchsjahr 1971 etwa (als die Schweizer Männer endlich Ja zum Frauenstimmrecht sagten) feierten die Tourismusförderer mit dem Slogan «Die junge Schweiz».

Werke bekannter Namen sind darunter

In der bunten Ausstellung vertreten sind Künstler wie Augusto Giacometti («Viva la Grischa») oder Grafiker wie Herbert Matter («En route pour la Suisse»). Ein immer stärkeres Gewicht in der Plakatgrafik erhielt die Fotografie. Diesem Medium widmen Christian Brändle und Bettina Richter, die die Ausstellung kuratierten, eine eigene Abteilung.

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