Giftige Spinne: «Die Bissstelle war violett und schwoll stark an»
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Giftige Spinne«Die Bissstelle war violett und schwoll stark an»

Viele Leser sind der Dornfingerspinne schon begegnet. Einige Zusammentreffen waren sehr unangenehm.

von
ann
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Mehrere Leser berichten, dass sie der Ammen-Dornfinger begegnet sind. Lorenz H. aus St. Gallen hat seine Sichtung eingefangen und fotografiert. Die erhobenen Vorderbeine seien eine Drohhaltung, schreibt er, und warnt davor, die Spinne von Hand einzufangen.

Mehrere Leser berichten, dass sie der Ammen-Dornfinger begegnet sind. Lorenz H. aus St. Gallen hat seine Sichtung eingefangen und fotografiert. Die erhobenen Vorderbeine seien eine Drohhaltung, schreibt er, und warnt davor, die Spinne von Hand einzufangen.

Für Alexandra R. endete die mutmassliche Begegnung mit der Dornfingerspinne auf der aargauischen Staffelegg vergangene Woche nicht so gut. Ihr ganzer Oberarm schwoll nach dem Biss an.

Für Alexandra R. endete die mutmassliche Begegnung mit der Dornfingerspinne auf der aargauischen Staffelegg vergangene Woche nicht so gut. Ihr ganzer Oberarm schwoll nach dem Biss an.

Der zweite Biss ging in ihre linke Hand - auch diese ist stark angeschwollen.

Der zweite Biss ging in ihre linke Hand - auch diese ist stark angeschwollen.

Berichte von Lesern beweisen: Die Dornfingerspinne ist nicht nur ziemlich verbreitet, sie beisst auch immer wieder zu. So wurde Alexandra R.* vergangene Woche beim Fotografieren im hohen Gras auf der aargauischen Staffelegg gleich zweimal gebissen. Sie ging von einerm Wespen- oder Bienestich aus. Nach unseren Berichten ist sie nun aber sicher, dass eine Ammen-Dornfinger schuld an der schmerzhaften Schwellung an Hand und Oberarm ist.

Katharina D.* aus Beringen SH wurde kürzlich bei Gartenarbeiten im leicht erhöhten Gras von etwas gestochen oder gebissen. «Anfangs juckte es nur, danach ist es ziemlich stark angeschwollen und die Bissstelle war dunkelrot, fast violett.» Für D. sah es aus wie der Biss einer Spinne. «Mein Sprunggelenk war lange ziemlich geschwollen und schmerzte.»

Schmerzhafte Stiche und lange Schwellungen

Thomas S. verspürte beim Biken einen schmerzenden Stich und glaubt, dass dies eine Spinne war. «Die Bissstelle selbst war fünf-Rappen-gross rot umfärbt und blieb eine Woche lang geschwollen.»

Hans-Ruedi H.* wischte vor rund einem Monat auf dem Nachhauseweg von Lausen BL instinktiv ein Insekt mit der Hand weg und verspürte dabei einen ziemlich schmerzhaften Stich. Da das kleine Insekt eine rötliche Färbung hatte, geht er davon aus, einer Dornfingerspinne begegnet zu sein.

Auf ihrem Boot hat Carine D.* auch schon eine Ammen-Dornfinger gesehen. Beim Segeln auf dem Neuenburgersee fasste sie die Spinne an, um sie vom Boot zu entfernen. «Sie hat mich voll gebissen», schreibt sie.

Finger weg von Spinnen – nur mit Glas einfangen

Anderen Lesern ist die Spinne mit den grossen Kieferklauen einfach aufgefallen. Claudia D.* aus Grüningen ZH etwa sah sie auf ihrem Sitzplatz und brachte sie zurück ins Thuja-Gebüsch.

Lorenz H.* aus St. Gallen hat sehr schön beobachten können, wie die Dornfinger im Gegensatz zu anderen Spinnen nicht flüchtete, als er in ihre Nähe kam. «Vielmehr hat sie uns mit dem typischen Aufstellen der Vorderbeine bedroht», schreibt er. Er rät, Spinnen grundsätzlich nie mit der Hand zu fangen und warnt, dass Spinnen zwar nicht viel sehen, aber plötzlich sehr schnell sein könnten.

Andere Spinnen beissen auch zu

Doch nicht nur die Dornfingerspinne kann zubeissen: Eine Leserin berichtet, dass sie zusehen konnte, wie eine grosse Kreuzspinne, die ihr Sohn ihr auf der nackten Hand brachte, zubiss und eine Wunde hinterliess. Seither sammle sie Spinnen nur noch mit einem Glas und Papier ein.

*Namen der Redaktion bekannt

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