Studie: Die Briten werden in der U-Bahn zu Tieren
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StudieDie Briten werden in der U-Bahn zu Tieren

Rücksichtslose Touristen und egoistische Pendler: In der Londoner U-Bahn gilt das Recht des Stärkeren, so eine offizielle Studie.

Die Londoner Tube ist chronisch überfüllt. Bis zu drei Millionen Pendler und Touristen machen sich täglich die Plätze streitig. Die Folge: Die Passagiere vergessen ihre guten Manieren und mutieren im Kampf um Sitzplätze zu Tieren, so das Ergebnis einer offiziellen Studie. «Ich bin in der U-Bahn verglichen mit dem normalen Leben ein anderes Wesen. Ich bin nicht ich», so ein Befragter.

Laut der Studie ignorieren viele Pendler Hilfsbedürftige und nehmen selbst Schwangeren und Frauen mit Babys den Platz weg. Andere haben Taktiken entwickelt, um an einen der begehrten Sitzplätze zu kommen: Sie fahren ein paar Stationen in die entgegengesetzte Richtung ihres Zieles, um einen Sitzplatz zu ergattern. Die U-Bahn werde von der grossen Mehrheit der Reisenden als «höchst unangenehm und nicht normal» empfunden. Die Folge: Viele Pendler fühlen sich müde und gestresst. Um sich von der Fahrt in der Tube zu erholen, bräuchten sie nicht selten eine bis zwei Stunden.

Die Betreibergesellschaft verspricht dank längeren und schnelleren Zügen sowie grös­seren Stationen Besserung: «Wir geben Milliarden aus, um die Kapazität der U-Bahn um 30 Prozent zu erhöhen. Das ist die grösste Investition seit Jahrzehnten», so ein Sprecher.

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