Aktualisiert 20.01.2020 08:20

Harry und Meghan«Die britische Öffentlichkeit verliert»

Prinz Harry und Meghan werden ab Frühling keine Königlichen Hoheiten mehr sein. Für Grossbritannien sei dies ein Verlust, meinen Adelsexperten.

von
scl
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Am 18. Januar 2020 gab der Buckingham-Palast bekannt, dass sich die Queen mit Prinz Harry und Herzogin Meghan geeinigt hat.

Am 18. Januar 2020 gab der Buckingham-Palast bekannt, dass sich die Queen mit Prinz Harry und Herzogin Meghan geeinigt hat.

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Die beiden geben ab Frühling ihre königlichen Titeln ab und sind danach offiziell keine HRH, also keine «Königlichen Hoheiten» mehr.

Die beiden geben ab Frühling ihre königlichen Titeln ab und sind danach offiziell keine HRH, also keine «Königlichen Hoheiten» mehr.

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Am 12. Januar wurde die Queen dabei gesichtet, wie sie den Gottesdienst in der St Mary Magdalene Church in Sandringham verliess. Am Tag danach hielt sie auf Schloss Sandringham, ihrem Wohnsitz, eine Krisensitzung. Der Brennpunkt: Harrys und Meghans Rückzug als ranghohe Mitglieder der Königsfamilie.

Am 12. Januar wurde die Queen dabei gesichtet, wie sie den Gottesdienst in der St Mary Magdalene Church in Sandringham verliess. Am Tag danach hielt sie auf Schloss Sandringham, ihrem Wohnsitz, eine Krisensitzung. Der Brennpunkt: Harrys und Meghans Rückzug als ranghohe Mitglieder der Königsfamilie.

joe Giddens

Prinz Harry und Meghan werden ihre königlichen Titel im Frühling abgeben – darüber informierte der Buckingham-Palast in einem Statement. Laut Adelsexperten bleiben trotz dieser Vereinbarung einige Fragen offen.

Wie die BBC berichtet, ist noch unklar, wie viel Zeit Harry und Meghan in Grossbritannien verbringen und wie oft sie in Kanada sein werden – was auch in Sachen Steuern entscheidend ist. Auch sei nicht geklärt, ob Meghan weiterhin die britische Staatsbürgerschaft anstrebe.

«Bestmögliches Ergebnis»

Duncan Larcombe, Autor des Buches «Prince Harry: The Inside Story» sagte, der Prinz werde seine internationale Bekanntheit nie ganz ablegen können. «Er spielt immer noch eine wichtige Rolle in der Königsfamilie.» Auch deshalb hätten sich die Diskussionen vermutlich länger als erwartet hingezogen.

Laut Adelsexpertin Penny Junor ist die erzielte Vereinbarung «das bestmögliche Ergebnis». Sie habe vermutlich eine Katastrophe verhindert. Sie begrüsst den Entscheid des Paares, weiterhin für seine Stiftungen tätig zu sein. Junor spricht aber auch von einem Verlust für Grossbritannien. «Die britische Öffentlichkeit hat verloren, weil dies zwei fantastische Menschen sind, die überall Feenstaub ausstreuen. Das werden wir vermissen, aber es hat sie offensichtlich nicht glücklich gemacht.»

«Geliebte Mitglieder meiner Familie»

Der Buckingham-Palast informierte am Samstagabend über das Ergebnis der Beratungen der Königsfamilie. Harry und Meghan werden demnach keine offiziellen Aufgaben für das Königshaus mehr übernehmen und von ihren königlichen Pflichten komplett zurücktreten. Sie erhalten danach auch keine öffentlichen Gelder mehr und es ist ihnen nicht länger erlaubt, die Queen offiziell zu vertreten. Beibehalten wollen die beiden aber die Schirmherrschaften ihrer Stiftungen.

Wie es im Statement des Buckingham-Palast heisst, unterstütze die Queen den Wunsch ihres Enkels und seiner Frau nach einem unabhängigeren Leben. Sie sei «besonders stolz, wie Meghan so schnell ein Mitglied der Familie geworden ist», wird sie zitiert. «Harry, Meghan und Archie werden immer geliebte Mitglieder meiner Familie sein.»

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