Aktualisiert 08.12.2008 15:58

Michael Flury«Die Chancen gegen Finnland sind da»

Mit zwei hart erarbeiteten Siegen hat das Schweizer Unihockey-Nationalteam an der WM in Tschechien das Startwochenende unbeschadet überstanden. Am Dienstag wartet mit Finnland ein wesentlich härterer Brocken auf das Team von Peter Düggeli. Dennoch zeigt sich Finnland-Legionär Michael Flury zuversichtlich.

Die Handvoll Schweizer Fans in Ostrava musste am Sonntagabend lange zittern. Nach dem erkrampften Startsieg gegen Estland sah sich die Schweiz auch gegen Norwegen harter Gegenwehr ausgesetzt. Erst nach einem 3:5-Rückstand bei Spielmitte kam die (heftige) Reaktion mit vier Treffern innert 10 Minuten. «Auf dieser Reaktion können wir aufbauen», so Verteidiger Michael Flury. «Das erwartet schwierige Startwochenende hat gezeigt, dass wir als Mannschaft funktionieren. Solche Spiele wie gegen Norwegen können einen als Team auch stark machen.»

Flury verhehlte nicht, dass der Druck gegen die unbequemen und in den letzten Jahren erstarkten Esten und Norweger «nicht sehr klein» gewesen sei. «Die Geduld war ein grosses Thema. Wir blieben auch nach dem Zweitore-Rückstand ruhig und die Trainer gaben uns die richtigen Anweisungen. So geriet keiner in Panik und wir kehrten wieder ins Spiel zurück», analysierte Flury die heikle Phase im Spiel gegen Norwegen.

Noch ein Sieg für Halbfinals

Nach einem spielfreien Tag, an dem sich die Schweizer vor allem der Regeneration widmeten und am Abend im (farblosen) Ostrava gemeinsam Essen gingen, kommt es nun zum Duell mit Gruppenfavorit Finnland. Mit einem Sieg könnten sich die Schweizer vorzeitig für die Halbfinals (in Prag) qualifizieren.

«Die Finnen sind ein sehr ballsicherer und spielstarker Gegner mit drei sehr ausgeglichenen Linien», erzählt Michael Flury. Die Finnen, die gegen Estland im Gegensatz zu den Schweizern keine Probleme bekundeten (7:0), würden die Verantwortung nun wesentlich besser verteilen als früher. «Spieler wie Lassi Vänttinen (Wiler- Ersigen, Red.) oder Esa Jussila (ex Malans/SML-Topskorer 2006/2007) kommen nun auch zum Zug», so Flury weiter.

Flury: «Chancen sind da»

Der Verteidiger kennt das finnische Unihockey gut, spielt er doch seit diesem Herbst als einziger Schweizer Internationaler in der höchsten finnischen Liga. Von seinem Team Classic Tampere steht jedoch nur ein Spieler im finnischen Kader: Vesa Punkari. Mit Punkari verteidigte Flury bereits früher gemeinsam für Wiler- Ersigen.

Und wie stehen die Chancen auf einen Sieg? Flury: «Wir werden taktisch sehr diszipliniert und in der Defensive agressiv spielen und dazu vorne die Chancen verwerten müssen.» Die Schweiz habe in der Vergangenheit gezeigt, dass sie gegen die Finnen gute Spiele machen könne. «Die Chancen sind da.» Die Hauptprobe jedoch misslang den Schweizern völlig: Vor einem Monat beim Vierländerturnier in Kuopio setzte es gegen den Gastgeber nach einer schlechten Darbietung eine 3:10-Klatsche ab.

(si)

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