Ausland-Transfers: Die Chancen von Sommer, Bürki, Stocker und Co.
Aktualisiert

Ausland-TransfersDie Chancen von Sommer, Bürki, Stocker und Co.

Gleich mehrere Schweizer Spieler wechselten im Sommer von der Heimat ins Ausland. Nicht alle dürfen mit einer Stammplatz-Garantie rechnen.

von
heg

Yann Sommer verliess den FC Basel in der Sommerpause für 8 Millionen Euro Richtung Bundesliga. Der Schweizer Nati-Keeper unterschrieb bei Borussia Mönchengladbach einen Fünfjahresvertrag. Der 25-jährige Goalie soll beim Verein von Trainer Lucien Favre den Abgang von Marc-André ter Stegen zu Barcelona kompensieren.

Sommer gilt bei den Fohlen als Nummer 1. Beim Telekom-Cup in Hamburg kam er zwar noch nicht zum Einsatz, und Sommer war erst wenige Tage im Training. Seine beiden Konkurrenten Christofer Heimeroth und Janis Blaswich dürften dennoch einen schweren Stand gegen den Schweizer haben.

Bürkis Zweikampf

Mit Roman Bürki wechselte auch der GC- und Nati-Goalie nach Deutschland. Freiburg bezahlte 1,8 Millionen Euro für den 23-Jährigen. Bürkis Konkurrenzkampf ist grösser als jener von Sommer. Er misst sich mit dem ebenfalls neu verpflichteten Sebastian Mielitz. Daniel Batz komplettiert das Trio. Der Entscheid zur neuen Nummer 1 ist noch nicht gefallen. «Das ist jetzt noch kein Thema», sagte Freiburg-Coach Christian Streich Ende Juli.

Der dritte grosse Schweizer Transfer betrifft Valentin Stocker. Der Mittelfeldspieler wechselte von Basel zu Hertha Berlin. Bei den deutschen Hauptstädtern wurde der 25-Jährige, der für 3,5 Millionen Euro verpflichtet wurde, als «Königstransfer» betitelt. Stocker muss sich jedoch zuerst einen Stammplatz ergattern. Ob er dann «König» von Berlin wird oder sich durchbeissen muss, wird sich zeigen.

Benitos Abenteuer

Den Schritt ins Ausland wagte auch Loris Benito. Im zarten Alter von 22 Jahren ging der Verteidiger vom FC Zürich für drei Millionen Euro zu Benfica Lissabon. In der Partie des Eusébio Cup gegen Ajax Amsterdam (0:1) kam die schweizerisch-spanische Neuverpflichtung zu Spielpraxis. Wie viel dies beim europäischen Schwergewicht sonst der Fall sein wird, steht in den Sternen.

Von Kay Voser, Toko und Endogan Adili wird man in Zukunft wohl weniger hören. Voser (zu Fulham gewechselt) und Toko (zu Brighton) zog es in die zweithöchste englische Liga. Die beiden müssen sich zuerst an das rauere Fussball-Klima gewöhnen. Gleiches gilt für Adili, der sich Galatasaray Istanbul anschloss.

Deine Meinung