Aktualisiert 27.07.2015 15:19

Bobbi KristinaDie Chronologie eines langsamen Todes

Im Januar wurde Bobbi Kristina bewusstlos in der Badewanne gefunden. Bis zu ihrem Tod kursierten die wildesten Meldungen zwischen Hoffnung und Resignation.

von
lme
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Er wollte seiner Freundin laut einem Gericht aus Eifersucht eins auswischen: Bobbi Kristina Brown (l.) mit ihrem damaligen Freund Nick Gordon in Hollywood. (15. August 2012)

Er wollte seiner Freundin laut einem Gericht aus Eifersucht eins auswischen: Bobbi Kristina Brown (l.) mit ihrem damaligen Freund Nick Gordon in Hollywood. (15. August 2012)

AFP/Frazer Harrison
Letzte Ruhe: Der Sarg von Bobbi Kristina Brown wird zum Friedhof gebracht. (3. August 2015)

Letzte Ruhe: Der Sarg von Bobbi Kristina Brown wird zum Friedhof gebracht. (3. August 2015)

AFP/Bennett Raglin
Wurde nur 22 Jahre alt: Bobbi Kristina Brown. (16. August 2012)

Wurde nur 22 Jahre alt: Bobbi Kristina Brown. (16. August 2012)

Keystone

Das Drama um Bobbi Kristina († mit 22) nimmt am 31. Januar 2015 seinen Lauf. Die einzige Tochter von Whitney Houston wird von einem Bekannten bewusstlos und mit dem Gesicht nach unten in der Badewanne gefunden. Sie wird sofort in das North Fulton Hospital in Roswell im Bundesstaat Georgia eingeliefert. Laut einem Polizeisprecher war Bobbi Kristina auf dem Weg ins Spital am Leben und habe geatmet. Ausserdem seien keine Anzeichen von Drogen oder Alkohol bei ihr festgestellt worden. Houstons Tochter wird in ein künstliches Koma versetzt, nachdem die Ärzte bei ihr eine deutlich reduzierte Hirntätigkeit festgestellt haben. Schon damals sagten Experten, dass eine Genesung an ein Wunder grenzen würde.

Am 2. Februar wird Bobbi Kristina ins Emory University Hospital in Atlanta verlegt und an eine Beatmungsmaschine angeschlossen. Ihre Verwandten vermelden immer wieder positive Lebenszeichen – sie öffne sogar ihre Augen. Medizinische Experten jedoch relativieren diese Signale. Blinzeln bedeute nicht im Geringsten, dass die Patientin aus dem Schneider sei.

März: Aufgewacht oder doch hirntot?

Nach der Verlegung in die Uniklinik in Atlanta kursieren immer wieder Gerüchte, Bobbi Kristina sei hirntot und die lebenserhaltenden Massnahmen seien beendet worden. Die Familie dementiert und bittet die Medien darum, ihre Privatsphäre zu respektieren, um die Genesung nicht zu stören. Verschiedene Medien berichteten trotzdem, Bobbi Kristina solle am 11. Februar, am Todestag ihrer Mutter Whitney Houston, sterben.

Im März wird Bobbi Kristina in ein Reha-Zentrum in Atlanta verlegt und ihre Grossmutter Cissy Houston sagt den Medien: «Ihr Zustand ist unverändert, wir habe keine grossen Hoffnungen. Aber wir beten für sie.» Für Verwirrung sorgt Papa Bobby Brown ein paar Wochen später, als er an einem Konzert jubelnd verkündet, seine Tochter sei wach. Tatsächlich war Bobbi Kristina zu dieser Zeit nicht mehr im künstlichen Koma, sie war aber weder ansprechbar noch reagierte sie auf irgendwelche Reize, liess Oma Cissy verlauten. Die Hirnschädigung sei irreversibel.

Juni: Misshandlungen und Verlegung ins Sterbehospiz

Immer mehr verstörende Details kommen ans Tageslicht: Bobbi Kristinas Freund Nick Gordon soll seine Freundin wiederholt geschlagen und misshandelt haben. Die Polizei leitete eine Untersuchung gegen ihn ein. Am Körper von Bobbi Kristina seien verdächtige Verletzungen entdeckt worden, berichten der Fernsehsender CNN und Tmz.com übereinstimmend.

Im Juni 2015 scheinen sich dann alle Hoffnungen zu zerschlagen. Bobbi Kristina wird ins Peachtree-Christian-Hospiz verlegt. Ihr Onkel Pat Houston verriet den Medien: «Trotz der guten medizinischen Betreuung verschlechtert sich Bobbis Zustand kontinuierlich.»

Am Sonntag, 26. Juli starb Bobbi Kristina im Alter von 22 Jahren.

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