Aktualisiert 11.06.2008 13:57

USADie Clinton-Chicks packen aus – für 1.99 Dollar

Gennifer Flowers und Paula Jones entlarvten in den 90er-Jahren Bill Clinton als Sex-Maniac. Auf einer eigenen Website erzählen sie nun bis ins intimste Detail von ihren «Begegnungen» mit dem ehemaligen US-Präsidenten.

Die beiden Frauen äussern ihre Ansichten zu Clintons Intimleben, seiner Frau Hillary und Monica Lewinsky unter dem selbstironischen Motto «Two chicks chatting» (zwei quasselnde Tussis) in einzelnen Videos auf ihrer Website. Unter anderem erfährt man, was Gennifer und Paula von Bills bestem Stück halten.

Wer das sehen will, muss 1.99 Dollar via Kreditkarte überweisen – pro Video. «Wir wollen unsere Geschichte in unseren Worten erzählen, ohne Interpretationen oder Eingriffe von aussen», sagte Paula Jones in einem TV-Interview, das vor der Clinton-Präsidialbibliothek in Little Rock, der Hauptstadt von Arkansas, aufgezeichnet wurde. Flowers und Jones hatten in den 90er-Jahren mit Enthüllungen über Bill Clinton aufgewartet, die aus der Zeit stammen, als der spätere Präsident noch Gouverneur des Bundesstaats war.

Zwölf Jahre Clintons Geliebte

Die ehemalige Nachtklubsängerin Gennifer Flowers platzte im Januar 1992 mitten in den Präsidentschaftswahlkampf mit der Behauptung, sie sei zwölf Jahre lang Bill Clintons Geliebte gewesen. Es bedurfte des heroischen Einsatzes von Hillary, die bei einem gemeinsamen TV-Interview offen über die Probleme in ihrer Ehe sprach. Damit rettete sie Bills Kandidatur, die ihn im November ins Weisse Haus brachte.

Bill Clinton bestritt damals die Affäre mit Flowers. Später gestand er, dass es zumindest in einem Fall zu Sex gekommen war, und zwar während den Anhörungen zu einer Klage wegen sexueller Belästigung, die Paula Jones eingereicht hatte. Die ehemalige Staatsangestellte hatte Clinton 1994 beschuldigt, sie drei Jahre zuvor in einem Hotel in Little Rock sexuell belästigt zu haben. Angeblich liess der damalige Gouverneur in ihrer Gegenwart die Hose runter, verbunden mit einer eindeutigen Aufforderung.

Vergleich brachte 850 000 Dollar

Paula Jones' Klage setzte jene Ereignisse in Bewegung, die zur Lewinsky-Affäre und zum Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten führten. 1998 kam es zu einem Vergleich, der Jones 850 000 Dollar einbrachte. Nun wollen sie und Flowers offenbar nochmals mit den alten Geschichten Kasse machen. Ob es klappt, ist fraglich. Gemäss «Fox News» sind einzelne Videos bereits kopiert und im Internet verbreitet worden. Beide Frauen haben sich auch schon gegen gutes Entgelt für Männermagazine ausgezogen.

Im TV-Interview äusserte sich Gennifer Flowers auch zu Hillary Clinton. Ihr fast schon manischer Versuch, Präsidentin zu werden, wurde oft als Kompensation für die durch den Ehegatten erlittenen Demütigungen interpretiert. Für ihr Scheitern macht Flowers gemäss «Extra T-V» natürlich Bill verantwortlich: «Mein Rat an Hillary wäre, sich von dem Trottel scheiden zu lassen.»

(pbl)

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