Landtagswahl: Die CSU kann in Bayern alleine regieren
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LandtagswahlDie CSU kann in Bayern alleine regieren

Rosige Zeiten für die CSU in Bayern: Die Partei von Ministerpräsident Horst Seehofer legt bei den Landtagswahlen in Bayern kräftig zu – auf Kosten der FDP.

von
bro
Ein strahlender Horst Seehofer vor den Medien am Sonntag, nachdem erste Hochrechnungen bekannt wurden.

Ein strahlender Horst Seehofer vor den Medien am Sonntag, nachdem erste Hochrechnungen bekannt wurden.

Bei der Landtagswahl am Sonntag hat die Partei von Ministerpräsident Horst Seehofer gemäss dem vorläufigen amtlichen Endergebnis mit 47,7 Prozent klar gewonnen und die absolute Mehrheit der Mandate erreicht.

Die SPD holte 20,6 Prozent. Die FDP flog mit 3,3 Prozent aus dem Landtag. Die Grünen erzielten 8,6, die Freien Wähler 9,0 Prozent. Linke und Piratenpartei verpassten den Sprung in den Landtag klar.

Die CSU käme im Landesparlament laut ARD auf 102 Sitze. Die SPD erhielte 43 Mandate, die Grünen 17 und die Freien Wähler 18.

Die Wahlbeteiligung erreichte den höchsten Wert seit 1998. Laut ZDF gaben 64,5 Prozent ihre Stimme ab. Vor fünf Jahren hatte die Beteiligung bei 57,9 Prozent gelegen, bei der Wahl im Jahr 2003 waren es 57,1 Prozent.

Rückenwind für Merkel

Das Wahlergebnis bedeutet mit Blick auf die Bundestagswahl am nächsten Sonntag Rückenwind für das Regierungslager von Kanzlerin Angela Merkel. Für SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, der in Umfragen weit hinter Merkel liegt, gibt es keine positiven Impulse. Die Liberalen könnten im Bund womöglich mit Leihstimmen aus dem christdemokratischen Lager rechnen.

Die CSU ist die bayerische Schwesterpartei von Merkels CDU und tritt nur in Bayern an. In der Bundesregierung ist sie mit drei Ministern vertreten. Sie hat das flächenmässig grösste deutsche Bundesland fast die ganze Nachkriegszeit über regiert.

Sie schneidet meist deutlich besser ab als die CDU in den anderen deutschen Bundesländern. Die 9,5 Millionen Wahlberechtigten in Bayern entsprechen rund 15 Prozent der gesamten deutschen Wählerschaft.

Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren hatte die CSU eine historische Niederlage einstecken müssen. Die Christsozialen stürzten von 60,7 Prozent bei der Wahl 2003 um 17 Punkte auf nur noch 43,4 Prozent ab.

Der nur ein Jahr lang amtierende Ministerpräsident Günther Beckstein musste damals ebenso gehen wie Erwin Huber als Parteichef. Seehofer wurde als eine Art Retter aus Berlin geholt. (bro/sda)

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