Kopenhagen: Die dänische Hauptstadt erbaut sich neu
Aktualisiert

KopenhagenDie dänische Hauptstadt erbaut sich neu

Die dänische Hauptstadt lässt die Herzen von Design- und Architektur-Liebhaber höher schlagen. Vor allem der jüngste Stadtteil Ørestad ist einen Besuch wert.

von
Nina Ladina Kurz

Auf einer Fläche von über drei Quadratkilometer wächst am südlichen Rande Kopenhagens der Stadtteil Ørestad. Nach dem New-Town-Prinzip ist die Entlastung der Ballungszentren Kopenhagens das Ziel.

Einzigartig am dänischen Konzept ist die aufwändig architektonische Umsetzung. Renommierte Architekten wie Henning Larsen und Daniel Libeskind wirkten mit. Um den Bauten Leben einzuhauchen werden beispielsweise alle Erdgeschosse öffentlich genutzt: Krippen und Bars haben sich eingemietet. Ein geführter Rundgang durch Ørestad ist sehr empfehlenswert. Die Universitäten und sogar einige dänische Familien gewähren stolz einen Einblick in ihren Studenten- und privaten Alltag. Wer nach der Besichtigungstour müde ist, kann sich im Fields, Skandinaviens grösstem Shoppingcenter, einen Kaffee gönnen.

Ein absolutes Muss ist das von Jean Nouvel erbaute «Koncerthuset», ein Meisterwerk zeitgenössischer Gegenwartsarchitektur. Das kubusförmige Konzerthaus des französischen Stararchitekten vereint vier kleinere Konzerthallen und ein Auditorium, welches für 1800 Besucher Platz bietet. Spezielles erlebt der Besucher bei Nacht: Dank übergrossen Lichtprojektoren kann das innere Geschehen auf die kobaltblaue Aussenfassade projeziert werden. Das Wahrzeichen Ørestads war allerdings nicht ganz billig: Der Bau kostete über 345 Millionen Franken.

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