Sean Paul im Interview: Die Dancehall-Diva gab in Zürich den Rockstar
Aktualisiert

Sean Paul im InterviewDie Dancehall-Diva gab in Zürich den Rockstar

Sean Paul fläzt sich in seinem Sessel im «Park Hyatt»-Hotel in Zürich. Kaum zu glauben, dass der Jamaikaner derart entspannt 20 Minuten Online ein Interview gibt, nachdem er die Nacht zuvor den Rockstar gespielt und ein Zimmer auseinander genommen hat.

von
Philipp Dahm

Ein Interviewtermin im noblen «Park Hyatt»-Hotel in Zürich kann für den Schreiberling peinlich sein. Wer mit Säckli und Hemd statt mit Aktenkoffer und Anzug in die Lobby tritt, fühlt sich schon etwas deplatziert. Und dann raunt einem ein Kollege noch zu, der Herr Paul sei ja gar nicht so einfach in seinen Interviews. Auf einem Zimmer treffe ich dann den Musiker aus Jamaika, der entgegen aller Unkenrufe dann doch recht relaxed wirkt.

Ode an die Schweiz

Der Schein bestätigt sich schon im Vorgespräch: Der Dancehall-Star trägt eine feuerwehrrote «Prada»-Brille, lange, silberne Ketten, eine zerrissene Jeans und ein bunt-bedrucktes T-Shirt. Wie hat er sich denn beim Gang durch die Lobby gefühlt, in der vor allem betuchte Damen und Herren im edlen Zwirn sitzen? Es mache ihm gar nichts aus, winkt er ab. Auch er trage – wenn auch selten – mal Kragenhemden und etwaige Blicke würden ihm ohnehin nichts ausmachen, sagt der Sänger im Gespräch mit 20 Minuten Online.

Er ist seit Mai auf Promo-Reise für sein letztes Album «Imperial Blaze» und vermisst seine Heimat, sagt Sean Paul. Wenn er auf Tour ist, gesellen sich bis zu 21 Musiker aus Jamaika zu ihm auf die Bühne, auf der Werberunde durch die USA und Europa sind nur drei seiner Freunde dabei. Das Interview läuft in entspannter Atmosphäre ab: Der Rasta-Kopf spricht über seine Ursprünge und seine Erlebnisse in der Schweiz. «Es war wild und eine grossartige Erfahrung», erinnert er sich an das erste Konzert 1999. «Es ist toll hier!»

Endlich mal wieder ein Rockstar in der Stadt

Er sagt, er sei erwachsener geworden: Seine Stücke drehen sich noch immer um «die Ladys», doch jetzt gehe es um Beziehungen, nicht ums Äussere. Nicht ganz so Erwachsen ist die Nacht davor gelaufen: Nachdem sich der 36-Jährige am Abend im Zürcher «Kaufleuten» mit einer Flasche Cognac erheitert hatte und mit seinem Manager in Streit geraten war, zerlegte er wütend sein Schlafzimmer – und verursachte Kosten von 30'000 Franken (20 Minuten Online berichtete).

Dass Gewitter war aber offenbar ein reinigendes, wie das Interview mit dem gut gelaunten Star zeigt. Und auch wenn sich Herr und Frau Schweizer ein solches Verhalten nicht leisten würden, immerhin hat die Limmat-Stadt mal wieder einen echten Rockstar zu Gast gehabt – auch wenn er eigentlich eine charmante Dancehall-Diva ist.

$$VIDEO$$Premiere: Der «Press It Up»-Clip von Sean Paul.

Aufgepasst, Sean-Paul-Fans: 20 Minuten Online verlost vier Fan-Pakete mit dem neuen Logplayer «Imperial Blaze». Wer gewinnen will, kann sich bis zum 16. September 15 Uhr hier um die Silberlinge bewerben.

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